Ein Mann wird in einem Corona-Test-Center auf das Coronavirus getestet. Wer nicht geimpft oder genesen ist und in Luxemburg arbeitet, ist gesetzlich verpflichtet, einen Corona-Test auf der Arbeit vorzuzeigen (Foto: dpa Bildfunk, Nicolas Armer)

Neue Corona-Regeln im Nachbarland

3G am Arbeitsplatz in Luxemburg: Was bedeutet das für Grenzpendler?

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In Luxemburg tritt ab Samstag die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft. Nur Geimpfte, Genesene oder Getestete dürfen in Luxemburg arbeiten. Was bedeuten die Regeln für Grenzpendler? Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Wie sieht die neue Regel aus?
Sind Corona-Tests aus Deutschland auch in Luxemburg gültig?
Wer muss die Tests bezahlen?
Welche Covid-App soll ich nutzen?
Was passiert, wenn ich keinen negativen Corona-Test vorzeigen will?
Wie dürfen die Betriebe die 3G-Regel kontrollieren?

Wie sieht die neue Regel aus?

Wer nicht geimpft oder genesen ist und in Luxemburg arbeitet, ist gesetzlich verpflichtet, ab dem 15. Januar entweder jeden Tag einen zertifizierten Schnelltest oder alle zwei Tage einen PCR-Test auf der Arbeit vorzuzeigen.

Ausgenommen von der 3G-Regel sind Beschäftigte, die im Homeoffice arbeiten. Die Regel gilt zunächst bis zum 28. Februar. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sie länger angewendet wird.

Sind Corona-Tests aus Deutschland auch in Luxemburg gültig?

Ja. Antigen-Schnelltests und PCR-Tests aus Deutschland werden auch in Luxemburg anerkannt. Wichtig ist, dass sie von einem zertifizierten Testzentrum sind. Auch Tests ohne QR-Code können beim Arbeitgeber vorgezeigt werden und müssen anerkannt werden, teilte das Luxemburger Gesundheitsministerium mit.

Selbsttests werden nicht anerkannt, mit Ausnahme von Menschen, die eine ärztliche Bescheinigung haben, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Wer muss die Tests bezahlen?

Die Kosten für die Tests müssen die Beschäftigten selbst zahlen. Eine Ausnahme gilt für Personen, die seit dem 16. Dezember ihre erste Impfdosis bekommen haben oder demnächst ihre erste Impfung bekommen.

Bis zur Gültigkeit ihres Impfzertifikats übernimmt der Luxemburger Staat die Kosten der Tests. Die Tests können dann in speziellen Test-Stationen der Luxemburger Armee gemacht werden. Dies gilt auch für Grenzgänger.

Welche Covid-App soll ich nutzen?

Das Luxemburger Gesundheitsministerium rät, die Luxemburger CovidCheck App zu nutzen. Mit dieser können die Zertifikate eingescannt und überall im Land abgelesen werden. Mit ausländischen Apps kann es auch funktionieren, in der Vergangenheit gab es damit aber bereits Probleme.

Was passiert, wenn ich keinen negativen Corona-Test vorzeigen will?

Weigern sich Beschäftigte, einen negativen Test auf ihrer Arbeit vorzuzeigen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Beschäftigten können unbezahlten Urlaub nehmen oder mit Zustimmung ihres Arbeitgebers bezahlten Urlaub beantragen.

Falls der Arbeitgeber dies verweigert, müssen die Beschäftigten unbezahlten Urlaub nehmen. Auch wenn die Mitarbeiter während dieser Zeit nicht bezahlt werden, sind seine Beiträge bei der Kranken- und Rentenkasse sowie der Pflegeversicherung davon nicht betroffen.

Außerdem ist es kein Kündigungsgrund, wenn Beschäftigte sich weigern, einen negativen Corona-Test vorzuzeigen und nicht geimpft oder genesen sind.

Wie dürfen die Betriebe die 3G-Regel kontrollieren?

Die Arbeitgeber haben zwei Möglichkeiten, die 3G-Regel zu kontrollieren: Entweder werden die Beschäftigten zu Arbeitsbeginn kontrolliert. Der Corona-Test muss nicht für die gesamte Arbeitsdauer gültig sein. Es reicht, wenn er zu Beginn der Arbeitszeit gültig ist.

Der Arbeitgeber kann aber auch auf freiwilliger Basis eine Liste mit dem Impf- oder Genesenenstatus seiner Beschäftigten anlegen. Diese Liste darf nur vom Arbeitgeber ersichtlich sein und muss zum Ende der 3G-Regel am Arbeitsplatz vernichtet werden.

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