Moselgemeinde schrammt 1992 knapp an Katastrophe vorbei

30 Jahre Felssturz von Kröv

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Am 23. Mai 1992 entging die Gemeinde Kröv (Kreis Bernkastel-Wittlich) nur knapp einer Katastrophe. Ein Stück Fels drohte in die Mosel abzustürzen und die Gemeinde zu überfluten.

Arbeiter entdecken im Februar 1992 einen Spalt in einem Schieferfels. Das aber beunruhigt an der Mosel noch niemanden, immer wieder kommt es in den Schieferfelsen entlang des Flusses zu Verwerfungen und Rissen. Experten beginnen damit, das Stück Fels zu beobachten. Der Berg beginnt sich zu bewegen und die Verantwortlichen beschließen, den Fels kontrolliert zu sprengen.

Ausnahmezustand in Kröv

Geologen stellen dann aber fest, dass sich der Fels schneller bewegt als zunächst gedacht. Ein unkontrollierter Absturz drohe jetzt stündlich, geben die Experten bekannt. Hektisch wird eine Sprengung vorbereitet, ein Krisenstab einberufen sowie Häuser evakuiert und die Straße gesperrt. Der Moselpegel wird ebenfalls gesenkt mit der Folge, dass Schiffe nicht mehr weiterfahren können.

Gemeinde verkauft Bohrstaub

Die Moselgemeinde Kröv wird derweil von Journalisten und Schaulustigen eingenommen. Die Anwohner werden interviewt.

"Wir hätten es lieber gehabt, die Leute wären gekommen, um Wein zu kaufen."

Der Bürgermeister von Kröv wird kreativ. Er packt den Bohrstaub aus dem Felsen, der gesprengt werden soll, in Tüten ab und verkauft ihn. Besonderes Highlight: Den Staub kann man auch abgefüllt in einem original Kröver Nacktarschglas kaufen. Er will damit die Gemeindekasse aufbessern.

Sprengung verläuft nach Plan

Am 23. Mai um 7:59 Uhr läuft dann der Countdown, der Fels wird gesprengt, alles verläuft nach Plan und Rheinland-Pfalz sowie Kröv sind um ein geschichtsträchtiges Ereignis reicher: Den Felssturz von Kröv.

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