Das Entwicklungszentrum von JTI in Trier (Foto: JTI)

130 Jobs in Trier in Gefahr JTI-Gesamtbetriebsrat berät über Stellenabbau

Der Zigarettenhersteller JTI will am Standort Trier rund 130 Stellen abbauen. Das teilte eine Unternehmenssprecherin dem SWR mit. Grund seien Umstrukturierungen im Konzern.

Die Stellen sollen demnach in den kommenden drei Jahren in Verwaltung und Forschung abgebaut werden. Die 1.300 Mitarbeiter in der Produktion seien nicht betroffen. Wie die Sprecherin weiter mitteilte, laufen derzeit Gespräche mit dem Betriebsrat. Der Stellenabbau solle sozialverträglich umgesetzt werden. Der Konzernbetriebsrat traf sich am Freitag zum ersten Mal, um über den geplanten Stellenabbau zu beraten. Ein Sprecher der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sagte dem SWR, man wolle möglichst viele Arbeitsplätze erhalten. "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz", so Klaus Schu von der Gewerkschaft.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
17:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Größter Arbeitgeber in Trier

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sagte, die Entscheidung beunruhige ihn nicht. Zum einen, weil sich JTI ganz klar zum Standort Trier bekannt habe. Zum anderen pflege der Konzern - was personelle Veränderungen angehe - eine gute Kommunikation ins Rathaus. In den vergangenen Jahren sei der Zigarettenkonzern ein zuverlässiger Partner gewesen.

JTI ist der größte private Arbeitgeber in Trier. Im Industriegebiet Euren arbeiten etwa 1.800 Menschen für den Tabakkonzern. JTI hat seinen Hauptsitz in Genf in der Schweiz. In Köln sitzen mehr als 100 Mitarbeiter, die für Marketing, Kommunikation und Vertrieb der Produkte zuständig sind.

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