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Die Schulen haben durch die Corona-Krise bei der digitalen Bildung einen Sprung gemacht, findet die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Hubig. Gleichzeitig sei es wichtig, die digitalen Angebote weiter auszubauen.

Wichtig sei es auch, dass alle Kinder digital arbeiten könnten, so Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Deshalb stelle das Land 25.000 Notebooks zur Verfügung. Schüler, die bisher keinen Computer haben, sollen diese künftig an den Schulen ausleihen können.

Außerdem will das Bildungsministerium den Schulen in Rheinland-Pfalz voraussichtlich in der kommenden Woche ein System für Videokonferenzen zur Verfügung stellen. Das kündigte Hubig im Bildungsausschuss an. Damit werde es möglich, einzelne Unterrichtsstunden zu halten. Schüler hätten außerdem die Gelegenheit für Rückfragen. Zudem könnten Schulbesprechungen organisiert werden, sagte Hubig. Ein Drittel aller Schulen nutze bereits ein solches System.

Landeseigene Lösung geplant

Seit der Schulschließung wegen der Corona-Pandemie am 16. März sei ein großer Bedarf an rechtssicheren und datenschutzkonformen Lösungen für Videokonferenzen deutlich geworden, sagte der Abteilungsleiter im Bildungsministerium, Harald Gilcher. Bei vielen verfügbaren Angeboten bestünden datenschutzrechtliche Vorbehalte. Jetzt gebe es weit gediehene Beratungen mit einem kommerziellen Anbieter, der alle geforderten Anforderungen erfüllen könne. Perspektivisch sei hierfür aber eine landeseigene Lösung geplant, so Hubig.

Hubig erneuerte im Ausschuss ihre Ablehnung, die Sommerferien zu verkürzen. Derzeit arbeite das Bildungsministerium aber an einem Angebot für die Ferien, damit Schüler, die es nötig haben, auch Lernstoff nacharbeiten oder vertiefen können. Auch die Deutsch-Intensivkurse sollen bald wieder  beginnen.

Kritik an Kommunikation und "digitalen Unzulänglichkeiten"

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Anke Beilstein, kritisierte derweil die Kommunikation des Ministeriums bei Entscheidungen in der Corona-Krise. "Die Schulen, die es umsetzen sollen, erfahren in der Regel als letzte davon." Auch habe die Corona-Krise "sehr schonungslos die digitale Unzulänglichkeit zu Tage gefördert".

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