Bundeskabinett bringt Gesetz auf den Weg

Trabert zum Bürgergeld: "Es ist einfach zu wenig"

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Der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert hat das am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossene Bürgergeld als Nachfolgeregelung zu Hartz IV als unzureichend kritisiert. Trabert sagte im SWR, angesichts der derzeitigen Inflation sei die geplante Erhöhung deutlich zu niedrig.

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Statt der geplanten 50 Euro mehr im Monat brauche es 200 Euro mehr, so Trabert. Für ein fünfjähriges Kind sehe der neue Satz nur 3,50 Euro am Tag für Lebensmittel vor. Mit 18 Euro für Gesundheitskosten könne sich niemand eine neue Brille leisten.

Immerhin: Der Duktus des neuen Bürgergeldes sei respektvoller als die derzeitigen Hartz IV-Regeln, weil es für Arbeitslose weniger Sanktionen geben soll, wenn sie nicht mit dem Jobcenter kooperieren. Er verstehe nicht, warum arbeitslose Menschen stigmatisiert würden - die meisten arbeitslosen Menschen, die er in seiner Praxis berate, wollten arbeiten, so Trabert.

Der parteilose Mainzer Sozialmediziner war 2022 Bundespräsidentschaftskandidat der Partei "Die Linke".

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