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Der seit drei Wochen andauernde Streik der Beschäftigten im privaten Busgewerbe in Rheinland-Pfalz wird vorerst ausgesetzt. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber haben sich auf eine Schlichtung im Tarifstreit geeinigt.

Die Streikmaßnahmen wurden daher heute zu Schichtbeginn vorerst ausgesetzt. Alle Busse der privaten Verkehrsanbieter sollten dann wieder normal fahren, schätzte Verdi-Verhandlungsführer Marko Bärschneider.

Zwei Schlichter werden ab nächster Woche im Tarifstreit vermitteln. Da sie schon vor zwei Jahren bei einem ähnlichen Konflikt in Hessen erfolgreich waren, hofft die Gewerkschaft auf eine rasche Einigung.

Warten auf Beteiligung vom Land

Knackpunkt bleibt weiterhin, inwieweit sich das Land Rheinland-Pfalz an den Mehrkosten für einen künftigen Tarifvertrag beteiligt. Das Land wolle innerhalb der nächsten zwei Woche eine konkrete Zahl nennen und sich auch bei der Schlichtung mit an den Tisch setzen, so Bärschneider. Laut dem Verdi-Verhandlungsführer seien sich in dem Tarifkonflikt beide Parteien grundsätzlich einig.

Wochenlanger Streik

Seit dem 21. Juni sind weit mehr als 2.000 Busfahrerinnen und Busfahrer in Rheinland-Pfalz in einem sogenannten Erzwingungsstreik - mit allen unangenehmen Folgen für Pendler und Schülerinnen.

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Streitpunkt Bezahlung von Stand- und Pausenzeiten

In dem Tarifkonflikt geht es um die Forderung von Verdi nach einer Anhebung der Löhne und einer Bezahlung der Standzeiten, also der Pausen während einer Arbeitsschicht. Bärschneider sprach von einem "Niedriglohnsektor" in Rheinland-Pfalz - viele Busfahrer privater Betriebe könnten nach Hessen oder Baden-Württemberg mit deutlich besseren Arbeitsbedingungen abwandern.

Das habe auch das Land Rheinland-Pfalz erkannt und den Arbeitgebern generell längst eine finanzielle Unterstützung für ihre Leistungen im ÖPNV zugesagt. Der Manteltarifvertrag war bereits 2019 gekündigt worden, der Konflikt schwelt schon zweieinhalb Jahre. Betroffen davon sind laut Bärschneider rund 3.500 Busfahrerinnen und Busfahrer.

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