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Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer nur für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen. Jugendliche in Rheinland-Pfalz können sich nicht in Impfzentren impfen lassen.

Landesimpfkoordinator Daniel Stich (SPD) wies daraufhin, dass sich die Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren für eine Impfung an ihre Haus-, Kinder- und Fachärzte wenden sollten. Die 16- und 17-Jährigen, die sich aufgrund ihres Alters bisher in den Impfzentren anmelden konnten, würden jetzt angeschrieben und müssten sich an einen Hausarzt wenden.

RKI: Impfung für gesunde Kinder dennoch möglich

Nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und der Risikoakzeptanz von Kindern, Jugendlichen oder ihren Eltern sei eine Impfung aber auch bei gesunden jungen Leuten möglich, heißt es im jüngsten Bulletin des Robert-Koch-Instituts. Nutzen und mögliches Risiko einer Impfung müssten gut abgeklärt werden, hieß es von Stiko-Seite. Das Risiko für 12- bis 17-Jährige, schwer an Covid-19 zu erkranken, sei sehr gering.

Grünes Licht von EU-Kommission

Nach einer Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA hatte die EU-Kommission Ende Mai offiziell die Zulassung für die Impfung von Kindern ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer erteilt. Die Stiko hatte bereits mehrfach angedeutet, dass sie aus Mangel an Daten zunächst keine allgemeine Impfempfehlung für alle Kinder ab 12 Jahren abgeben will.

Land sieht sich bei digitalem Impfpass gut gerüstet

In Deutschland kann seit Donnerstag der digitale Impfpass zum Einsatz kommen. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (SPD) bekannt gegeben. Bis Ende Juni soll der Impfpass flächendeckend zur Verfügung stehen. Rheinland-Pfalz sieht sich insgesamt bei der Einführung des digitalen Impfausweises gut vorbereitet und kommt nach eigener Aussage bei den Impfungen auch gut voran. Sobald das Bundesgesundheitsministerium die Schnittstelle für den QR-Code freigebe, könnten die digitalen Impfnachweise innerhalb weniger Tage eingelesen werden, sagte Stich.

Wer in einem der 32 Impfzentren des Landes geimpft wurde oder wird, bekomme den QR-Code für den digitalen Impfnachweis automatisch beim Auschecken oder später zugeschickt, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Die anderen müssten sich an ihren impfenden Arzt wenden.

Kein Riesenandrang bei Anmeldungen

Seit Beginn der Freigabe der Anmeldungen für alle Anfang der Woche hätten sich rund 96.000 Menschen beim Impfpool registrieren lassen. "Der große Ansturm ist ausgeblieben", sagte Stich. Viele Menschen hätten sich wohl bei ihren Ärzten angemeldet.

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