Ein junges Mädchen wird von einem Arzt geimpft (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg)

Daten zur Infektionslage entscheidend

Stiko-Empfehlung für Impfung von Jugendlichen kann sich ändern

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Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Corona-Impfung von Jugendlichen könnte sich bei neuer Datenlage ändern.

Stiko-Empfehlungen seien nicht in Stein geschlagen, sagte Stiko-Mitglied Fred Zepp, ehemaliger Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, am Freitag bei einer virtuellen Pressekonferenz des Science Media Centers. Die Stiko hatte am Donnerstag keine generelle Impf-Empfehlung für Jugendliche ausgesprochen. 12-17 Jährige sollten sich nur bei bestimmten Vorerkrankungen impfen lassen.

"Wir diskutieren keine Meinungen, sondern wir diskutieren Daten."

Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens erläuterte am Freitag, dass die Stiko ihre Empfehlungen auf Grundlage von Daten erstelle. Deshalb könne es bei neuen Daten auch zu neuen Einschätzungen kommen. Fred Zepp spricht dabei von einem "Qualitätsmerkmal", wenn Empfehlungen aktualisiert würden.

Infektionslage und Daten ausschlaggebend für Impf-Empfehlungen

Die Empfehlung der Stiko zur Impfung von Jugendlichen könne jederzeit angepasst werden, erklärte Zepp, wenn sich die Infektionslage zum Beispiel durch Virus-Varianten ändere oder neue Daten vorlägen. Die Stiko habe nicht vor, jetzt in die Sommerpause zu gehen. Neue Erkenntnisse würden auch in den nächsten ein bis zwei Monaten besprochen werden, so Zepp.

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