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Die Vorbereitungen auf die Stechmückensaison in Rheinland-Pfalz sind bereits in vollem Gange - trotz der Kälte. Die Weisheit, ein harter Winter bedeute weniger Insekten im Sommer, sei ein Märchen, erklärt ein Experte.

Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt: das macht Hoffnung auf einen Sommer ohne Stechmücken - oder? Leider nein, sagte der Biologe Dirk Reichle, Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs).

"Das Märchen, dass Stechmücken in einem kalten Winter sterben und damit im Frühjahr weniger zu befürchten sind, wird zwar Jahr für Jahr immer wieder aufgekocht, dran ist aber so gut wie nichts."

Materialbestellungen und Vorbereitung der Tigermückensaison

Bei der Kabs in Speyer liefen die Vorbereitungen auf die Stechmückensaison derzeit auf Hochtouren. "Wir müssen unsere diesjährige Vorbereitungssitzung mit etwa 70 Mitarbeitern aufgrund von Corona online abhalten und entsprechend vorbereiten", so Reichle. Dies bedeute unter anderem Materialbestellungen und personelle Fragen sowie Vorbereitungen auf die aktuelle Tigermückensaison.

Mehr als 90 Städte und Gemeinden entlang des Oberrheins haben sich länderübergreifend seit 1976 zur Kabs zusammengeschlossen. Die Arbeit der Stechmückenjäger ist aufwendig. Am Boden kämpfen sie sich oft durchs Dickicht, aber viele Brutstätten können nur aus der Luft bekämpft werden. Vom Helikopter aus verteilt die Kabs dann den biologischen Wirkstoff Bti, der die Larven der kleinen Blutsauger tötet.

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