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Das Pokalspiel zwischen den Kreisligisten Pirates FC und dem SV Studernheim ist am Dienstag im Elfmeterschießen abgebrochen worden. Das Ordnungsamt Frankenthal sorgte für das abrupte Ende.

Kurz bevor der dritte Schütze gegen 22:15 Uhr antreten konnte, betraten zwei Mitarbeiter vom Ordnungsamt den Rasen und beendeten das Spiel. Anwohner hatten sich wegen Lärmbelästigung trotz Nachtruhe beschwert. Laut Hausordnung müssen Spiele gegen 21:30 Uhr beendet sein.

Erklärungsversuche, dass lediglich wenige Schützen noch ausstünden und das Spiel in maximal drei Minuten zu Ende sei, seien ignoriert worden, teilte der Heimatverein Pirates FC auf seiner Facebookseite mit. Auch der Versuch des Schiedsrichters auf die Ordnungshüter einzuwirken, sei erfolglos geblieben.

Spiel wird neu angesetzt

"Das habe ich in 25 Jahren noch nicht erlebt", so der Sprecher des Südwestdeutschen Fußballverbands, Oliver Herrmann. Der Sprecher des Fußballkreises Rhein-Pfalz, Peter Schakewitsch, sagte am Donnerstag, die Partie müsse nun neu angesetzt werden.

Pirates FC: Ruhestörung letztlich viel größer

"Durch den vorzeitigen Abbruch und die darauffolgenden Gespräche mit den Ordnungshütern auf dem Spielfeld, wurde im Endeffekt wahrscheinlich mehr Zeit auf dem Gelände verbracht, als wenn man die Elfmeter hätte ausführen lassen", so der Pirates FC.

Das Spiel war ursprünglich für 19:30 Uhr angesetzt, wurde aber erst verspätet angepfiffen. Die Heimmannschaft habe erst noch ihre Trikots holen müssen, so Peter Schakewitsch. Möglicherweise sei es ein Fehler gewesen, die Partie nicht schon für 19.00 Uhr anzusetzen. Er könne die Anwohner verstehen. Auf der anderern Seite gebe es so ein Pokalspiel nur ein- bis zweimal pro Runde und dann auch meistens sonntags.

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