picture alliancedpa | Jörg Carstensen (Foto: dpa Bildfunk, Eine Lehrerin erklärt einer Schüler etwas an einer Tafel im Klassenraum. In der Sommerschule können Schülerinnen und Schüler Unterrichtsstoff nachholen, der aufgrund der Corona-Pandemie auf der Strecke geblieben ist. )

"Kinder sollen ins Lernen kommen"

Sommerschulen in Rheinland-Pfalz sollen 2022 erneut stattfinden

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Kurz vor Ende der laufenden Sommerferien in Rheinland-Pfalz plant Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) schon die Lernangebote für die nächsten Sommerferien: Die Sommerschule mit spielerischen Lernangeboten soll es auch 2022 wieder geben.

Drei Stunden am Tag hätten etwa 10.000 Kinder und Jugendliche der Klassen 1 bis 9 Unterrichtsstoff in den Kernfächern Mathematik und Deutsch nachgeholt. Je nach Kapazitäten gab es auch Angebote in Englisch und den Naturwissenschaften. Das ist die Bilanz der Sommerschulen in diesem Jahr.

Hubig besucht Deutschkurs in Mainz

Zusammen mit dem Mainzer Sozialdezernenten Eckart Lensch hat Hubig am Mittwoch einen Deutschkurs für die fünfte Klasse am Mainzer Rabanus-Maurus-Gymnasium besucht. Inhalt der Stunde waren Lesen und Verstehen von Texten. "Ich habe vor allem gehört, dass es euch Spaß macht", sagte Hubig nach Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern.

Sommerschule 2022 in veränderter Form möglich

"Ich bin überzeugt, dass wir das Projekt Sommerschule wieder auf die Spur setzen können, vielleicht in veränderter Form", sagte Hubig mit Blick auf das nächste Jahr und ergänzt, die Angebote für spielerisches Lernen könnten dann noch stärker mit den Lehrkräften der Schülerinnen und Schüler abgestimmt werden. Da im letzten Schuljahr bereits vor den Sommerferien wieder länger Präsenzunterricht möglich gewesen sei, seien die Kurse in diesem Jahr schon anderes ausgerichtet gewesen, als im Coronajahr 2020. Damals sei es vor allem darum gegangen, Lernrückstände aufzuholen. Diesmal sei das spielerische Lernen deutlich ausgebaut worden.

"Uns ist wichtig, dass die Kinder wieder ins Lernen kommen."

Angehende Lehrkräfte finden Bestätigung ihrer Berufswahl

Durchgeführt wurden die mehr als 300 Kurse von 1.120 ehrenamtlichen Freiwilligen, die dafür eine Aufwandsentschädigung bekommen. Unter ihnen sind Studierende fürs Lehramt, Lehrkräfte und besonders geschultes Personal. Für Lehramtsstudentin Paula Schneiß sei die praktische Erfahrung mit den Kindern und Jugendlichen wichtiger gewesen, als das Geld. "Jetzt weiß ich: Das ist das, was ich machen möchte, und ich bleibe dabei."

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SWR