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Die Kultusminister der Länder drängen darauf, dass Schulen bei möglichen Lockerungen des Lockdowns als erste berücksichtigt werden. Zunächst einmal sollen sie aber länger geschlossen bleiben als bislang geplant.

Aufgrund des Infektionsgeschehens müssten unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden, teilte die Kultusministerkonferenz (KMK) am Montag mit. Sollte es die Situation in einzelnen Ländern erlauben, sei die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Stufen möglich.

In einer Videoschalte zeigten sich die Kultusminister darüber einig, dass es an den Schulen auch nach dem 10. Januar erstmal keinen Unterricht vor Ort geben soll. Wenn die Fallzahlen deutlich sinken, soll es eine schrittweise Wiedereinführung des Präsenzunterrichts geben.

In der Beschlussvorlage der KMK heißt es dazu, dass in Stufe eins zunächst die Schüler der Klassen 1 bis 6 wieder in die Schulen gehen sollten. In Stufe zwei solle es dann ergänzenden Wechselunterricht an den allgemeinbildenden und beruflichen weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 7 geben. Erst eine dritte Stufe sieht die vollständige Rückkehr zu einem Präsenzunterricht für alle Schüler vor.

Kultusminister sehen negative Folgen von Heimunterricht

Sollte es zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen, müssten die Schulen "von Anfang an dabei sein", fordern die Kultusminister. Die Bundesländer sollen nach dem Willen der Bildungspolitiker selbst entscheiden können, wann sie mit einer Teilöffnung der Schulen beginnen.

"Ausgesetzte Präsenzpflicht bzw. der Distanzunterricht in den Schulen über einen längeren Zeitraum bleibt nicht ohne negative Folgen für die Bildungsbiographien und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen", warnen die Bildungspolitiker. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten wollen am Dienstag über die Fortführung der Corona-Maßnahmen entscheiden.

Hubig: Baldmöglichst wieder Präsenzunterricht

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte zuvor gesagt, sie wolle sich dafür einsetzen, dass Schulen so schnell wie möglich wieder in den Präsenzunterricht kämen. Rheinland-Pfalz habe sich von Anfang an für Fernunterricht bis Mitte Januar entschieden, damit die Schulen Planungssicherheit hätten und das Infektionsgeschehen von Weihnachten gut abgefangen werden könne. Danach solle allerdings baldmöglichst wieder Präsenzunterricht stattfinden.

Im SWR sagte sie, dass ab 7. Januar die Abiturprüfungen in den Schulen stattfinden. Zuvor hätten die Abiturienten die Möglichkeit, in die Schule zu kommen, um sich noch einmal mit ihren Lehrkräften abstimmen zu können. Für die anderen gelte Fernunterricht bis zum 15. Januar. Was danach komme, hänge von der Entscheidung der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin am Dienstag ab.

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