Eine Gruppe Menschen betrachtet Feuerwerk (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Silvester unter Corona-Bedingungen

Silvesternacht in Rheinland-Pfalz: Ruhiger Start ins neue Jahr

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In Rheinland-Pfalz ist es in der Silvesternacht weitgehend ruhig geblieben. Die Polizei meldete keine größeren Vorkommnisse im Land. Die Behörden hatten vielerorts verstärkte Kontrollen angekündigt.

Der zweite Jahreswechsel während der Corona-Pandemie ist für die Einsatzkräfte im Land ohne größere Zwischenfälle geblieben. Landesweit seien in der Öffentlichkeit nur mäßig viele Menschen unterwegs gewesen, meldete das Innenministerium am Neujahrsmorgen. Außerdem sei im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie deutlich weniger Feuerwerk abgebrannt worden.

Die Polizei habe landesweit insgesamt 280 Personen kontrolliert und 46 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, davon 35 Fälle von Missachtung der Kontaktbeschränkungen. Vereinzelt kam es zu weiteren Einsätzen: Insgesamt wurden 43 Ermittlungsverfahren eingeleitet, davon 27 im Zusammenhang mit Gewaltdelikten in der Öffentlichkeit sowie zwei aufgrund der Nutzung gefälschter Impfausweise.

Mainz: 150 Polizisten im Einsatz

Im Bereich des Polizeipräsidiums Mainz hat es nach Angaben der Polizei einige wenige Corona-Verstöße gegeben, sonst sei es verhältnismäßig ruhig geblieben. Ungefähr 150 Kräfte seien in den Dienststellen im Einsatz gewesen. Die Polizei hatte vorher angekündigt, gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei und Diensthundeführern das Ordnungsamt bei Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln zu unterstützen. In der Altstadt hatte es ein Böllerverbot gegeben.

Westpfalz: Nacht vergleichbar mit anderen Wochenenden

Ähnlich war die Lage im Bereich des Polizeipräsidiums Westpfalz. Die Silvesternacht sei vergleichbar gewesen mit einem normalen Wochenende, so die Polizei auf SWR-Anfrage. Auf jeder Dienststelle seien mehr Kräfte als sonst im Einsatz gewesen. Vereinzelt habe es Corona-Verstöße gegeben, jedoch nicht mehr als sonst auch.

In Koblenz und Ludwigshafen wurde kein Böllerverbot für eine bestimmte Zone ausgesprochen. Auch hier hatte das Ordnungsamt verstärkte Kontrollen angekündigt. Auch in Trier wurden die Kontrollen verstärkt, auf dem Hauptmarkt galt zusätzlich ein Böllerverbot.

Trier: "Außer Küchenbrand nicht viel passiert"

Viel passiert sei in der Nacht allerdings nicht, teilte die Polizei in Trier am Neujahrsmorgen mit. Clubs und Gaststätten seien nicht geöffnet gewesen. Es seien zwar kleinere Gruppen, die sich draußen aufgehalten haben, gezielt kontrolliert worden. Dabei habe es aber "so gut wie gar keine Verstöße" gegen die Corona-Regeln gegeben.

Allerdings habe es einen Brand in Großlittgen (Kreis Bernkastel-Wittlich) gegeben. Dort sei am frühen Morgen ein Dachstuhl ausgebrannt. Ein Mensch erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere hunderttausend Euro.

Nach Angaben der Polizei in Wittlich hatten die Bewohner nach den Silvester-Essen vergessen, den Backofen auszuschalten und waren dann nach draußen gegangen. Als sie zurückkamen, konnten sie den Brand nicht mehr selbst löschen. Das Feuer brachte den Dachstuhl zum Einsturz.

Während der Löscharbeiten wurden die Einsatzkräfte von bislang Unbekannten aus einem Nachbarhaus mit Feuerwerksraketen beschossen. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt und die Löscharbeiten nicht erheblich beeinträchtigt.

Einen Verletzten bei einem Küchenbrand meldete auch die Feuerwehr Ludwigshafen.

Koblenz: "Ohne besondere Vorkommnisse"

"Alles ruhig", lautet auch das Fazit der Polizei in Koblenz. Die Nacht sei "friedlich" und "ohne besondere Vorkommnisse" verlaufen. Die Polizei habe im Rahmen der Streifenfahrten kontrolliert. Es habe aber keine größeren Verstöße gegen die Corona-Auflagen gegeben.

Auch das Polizeipräsidium Rheinpfalz zieht nach dem Jahreswechsel eine positive Silvesterbilanz. In der Nacht sei es zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen. Der Großteil der Bevölkerung habe sich an die geltenden Corona-Beschränkungen gehalten. Insgesamt seien 52 Personen kontrolliert worden. Platzverweise habe man nicht aussprechen müssen. Mit Ausnahme von vier Verstößen im Zusammenhang mit dem Tragen des Mund-Nasen-Schutzes habe sich die Bevölkerung an die geltenden Corona-Beschränkungen gehalten.

In Wörth (Kreis Germersheim) schoss ein Mann mit einer Schreckschusswaffe auf Polizeibeamte. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.

Die Polizei Bitburg zog bei Schwerpunktkontrollen zum Thema Alkohol und Drogen im Straßenverkehr mehrere betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr.

Gemeinsame Feier von Helfern und Betroffene im Ahrtal

Auch im Ahrtal feierten die Bewohner den Start ins neue Jahr. In Ahrweiler verbrachten Helfer und Betroffene der Flutkatastrophe die Silvesternacht gemeinsam. Am Ufer der Ahr schossen sie auf den Resten einer von der Flut zerstörten Brücke Feuerwerkskörper ab.

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SWR