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Die Landesregierung will allen Schülern in Rheinland-Pfalz eine wiederverwendbare Alltagsmaske schenken. Ministerpräsidentin Dreyer empfahl das Tragen einer Maske. Auch über eine Maskenpflicht denke die Landesregierung nach.

Malu Dreyer kündigte am Dienstag im Mainzer Frauenlob-Gymnasium an, das Land werde allen Schülern zum schrittweisen Schulstart Ende April/Anfang Mai eine wiederverwendbare Alltagsmaske schenken. "Das ist ein wichtiger Beitrag für mehr Hygienesicherheit in der Schule", erklärte die SPD-Politikerin bei der Vorstellung eines Hygieneplans von Land und Kommunen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Bei einem für eine Tröpfcheninfektion mit dem Virus möglichen Abstand können einfache Stoffmasken dem Schutz des Gegenübers dienen. Dreyer nannte dabei als Motto: "Ich schütze Dich, Du schützt mich!"

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Die Schulen sollen vom Land zudem 70.000 Liter Desinfektionsmittel und weitere 430.000 einfache Schutzmasken für den Notfall erhalten. Die Maßnahmen kosten laut Landesregierung zweieinhalb Millionen Euro. Die Verteilung von Masken und Desinfektionsmitteln an die Schulträger solle über das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung erfolgen.

Landesregierung denkt über Maskenpflicht nach

Dreyer betonte darüber hinaus, die Landesregierung empfehle allen Menschen in Situationen, in denen der Mindestabstand nicht zu jeder Zeit sichergestellt sei, das Tragen einer Maske. Da viele Schüler mit Bussen und Bahnen unterwegs seien, überlege die Landesregierung aber auch, zum Schulstart eine Masken-Pflicht einzuführen. Es könne auch bundesweit eine gute Regelung sein, "dass man sagt, dass die Bundesländer mit Schulbeginn zu einer Maskenpflicht kommen", sagte Dreyer. "Und das würden wir gerne in den nächsten Tagen noch einmal besprechen."

Zuvor hatten CDU und Grüne in Rheinland-Pfalz eine Maskenpflicht gefordert.

Hygieneplan von Land und Kommunen

Der Hygieneplan von Landesregierung und Kommunen soll darüber hinaus den Abstand zwischen den Pulten, regelmäßiges Lüften sowie Vorkehrungen für die Sanitäranlagen regeln. "Gemeinsam haben wir Maßnahmen abgesprochen, die dafür sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen die Schulen besuchen können, ohne größeren Infektionsrisiken ausgesetzt zu sein", erklärte der Vorsitzende des Landkreistages Rheinland-Pfalz, Landrat Günther Schartz (CDU). Das Lehrpersonal werde die Einhaltung der Hygiene im Schulbetrieb als Teil des pädagogischen Auftrags überwachen.

"Die Regeln im Umgang mit dem Corona-Virus müssen eingehalten werden, das gilt insbesondere für die Regel, Abstand zu halten", erklärte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Die Schulaufsicht berate die Schulen bei allen Fragen rund um die Öffnung.

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35.000 Schüler starten schon am 27. April

In der Öffnungsphase 1 zum 27. April starten nach Angaben des Bildungsministeriums rund 35.000 Jugendliche - zumeist Berufsschüler, die vor einer Prüfung stehen, und Abiturienten der Gymnasien mit achtjähriger Schulzeit (G8). In der Öffnungsphase 2 ab 4. Mai folgen rund 130.000 Schülerinnen und Schüler, darunter 34.000 in den vierten Grundschulklassen, 26.000 an den Realschulen plus, 18.500 in Integrierten Gesamtschulen und 40.000 an Gymnasien. Bei den weiterführenden Schulen sind dies im Wesentlichen die Jugendlichen ab der 9., 10. oder 11. Klasse.

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