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Durch mehrfaches Tragen gealterte und zerfusselte Einwegmasken können unter Umständen zu gesundheitlichen Problemen führen. Das lässt eine Studie Universitätsmedizin Mainz vermuten.

"Gealterte Einwegmasken können mehr Fasern freisetzen als neue Masken", sagte Robert Landsiedel, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Toxikologie (GT). Die Fasern gelangten zwar in der Regel nicht in die tieferen Atemwege und könnten daher dort auch keine schädliche Wirkung entfalten. "Sie können jedoch möglicherweise die Haut, die Schleimhäute und die oberen Atemwege reizen."

Lange Polypropylen-Fasern

Dies zeigte etwa eine 2020 im "World Allergy Organization Journal" veröffentlichte Studie. Ein Team um Jan Hagemann von der Universitätsmedizin Mainz hatte bei 46 Menschen Symptome eines allergischen Schnupfens untersucht, die offenbar auf das Tragen von Masken zurückgingen.

Abhängig von der Nutzung der FFP-Masken ließen sich in der Nasenspüllösung der Betroffenen Polypropylen-Fasern nachweisen, die mit mehreren Millimetern vergleichsweise lang waren.

Verringerung der Corona-Risiken überwiegt

"Von den aus den Masken freigesetzten Fasern geht nach unserer Einschätzung keine oder eine vergleichsweise geringe Gesundheitsgefahr aus; die Verringerung der Risiken einer Infektion überwiegt hier bei weitem", so das Fazit der GT-Experten.

Auch das Verschlucken von Partikeln aus Masken stellt demnach ein zu vernachlässigendes Risiko dar. Zu bedenken sei auch, dass der Mund-Nase-Schutz auch Partikel und Fasern aus der Luft abhalte, die ohne Maske aufgenommen würden.

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