Ein Corona-Test liegt auf einem Federmäppchen eines Schulkindes (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Peter Kneffel)

Einmal statt zwei Mal pro Woche

Weniger Corona-Tests in RLP-Schulen stoßen auf Unverständnis

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Ab Montag werden Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz einmal statt bisher zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet. Angesichts der Infektionsentwicklung erntet diese Teststrategie Kritik.

Erst am Donnerstag hat die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz nach längerer Zeit wieder die 100er-Marke überschritten. Auch die anderen beiden Corona-Warn-Werte, die Hospitalisierungsinzidenz und die Belegung der Intensivbetten, steigen deutlich. Bundesweit liegt die Inzidenz aktuell höher als im Frühjahr. Dennoch werden Schülerinnen und Schülern in Rheinland-Pfalz ab Montag nicht mehr zwei Mal, sondern nur noch einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet. Das stößt bei vielen auf Unverständnis.

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GEW hofft auf Umdenken beim Testen in Schulen

"Hoffentlich denkt das Ministerium nochmal darüber nach, die Tests wieder zu erhöhen und mehr zu testen", sagt Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz. Wenn die Schulen trotz steigender Infektionszahlen und mehr Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstation geöffnet bleiben sollen, seien Tests ein wichtiges Mittel.

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CDU: "Landesregierung schlägt falschen Weg ein"

Die CDU-Fraktion im Landtag fordert sogar mehr Tests als bisher: "Die Test-Schlagzahl von zwei auf einen Test zu reduzieren, vermittelt den Eindruck, die Pandemie sei überstanden", teilt Jenny Groß (CDU), Obfrau im Bildungsausschuss mit. "Die Landesregierung schlägt einen völlig falschen Weg ein." Statt bisher zwei Mal sollten Kinder in Schulen drei Mal pro Woche getestet werden - montags, mittwochs und freitags. Das bringe mehr Sicherheit für die Kinder und ihre Familien.

Auch die Landesschülervertretung (LSV) Rheinland-Pfalz sieht die reduzierten Corona-Tests in Schulen kritisch angesichts der steigenden Infektionszahlen. "Wir verstehen das Argument der hohen Kosten", sagt Colin Haubrich, Sprecher der LSV in Rheinland-Pfalz. "Aber sollte es uns das nicht wert sein?" Die Tests seien ein Baustein in der Pandemiebekämpfung bei jungen Menschen. Doch auch die Impfkampagne müsse ausgeweitet werden.

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RLP-Landesregierung verteidigt Test-Reduzierung

Die Landesregierung hält an der beschlossenen Teststrategie fest. Sie verweist darauf, dass es neben den anlasslosen Tests einmal pro Woche auch anlassbezogene Tests gebe: Nach einem positiven Corona-Fall in ihrer Lerngruppe müssen Schülerinnen und Schüler sich weiterhin fünf Tage am Stück täglich selbst testen und Maske tragen. "Wir sehen, die meisten Infektionen finden im privaten Umfeld statt", sagte RLP-Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) im SWR.

"Die Schule ist ein sicherer Ort."

In den zwei "Präventionswochen" nach den Herbstferien seien die Infektionszahlen unter Schülerinnen und Schülern angestiegen - doch das sei erwartet worden, teilt die Staatskanzlei mit. Man habe mit Infektionsfällen gerechnet, die nach den Ferien von außen in die Schulen hineingetragen wurden.

Wie liefen die Tests nach den Herbstferien?

In der ersten Woche nach den Ferien gab es in Rheinland-Pfalz 604.244 Corona-Tests bei Schülerinnen und Schülern. 304 dieser Selbsttests seien positiv gewesen, 230 davon wurden mit PCR- oder PoC-Test positiv bestätigt. Das entspricht 0,04 Prozent.

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