Mann mit Kind auf einem Schlitten. Bereits Ende November konnten die Besucher auf dem Erbeskopf Schlitten fahren (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Wintersport-Möglichkeiten

Nach Schnee in Rheinland-Pfalz erstmal trockene Aussichten

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Die Winterfreunde kommen in Rheinland-Pfalz wieder auf ihre Kosten. Aber der Schnee reicht bislang nur zum Rodeln, die Skilifte sind überwiegend noch nicht in Betrieb.

Trotz des teils kräftigen Schneefalls am Freitag und Samstag sind die Lifte in den rheinland-pfälzischen Wintgersportgebieten meist noch nicht in Betrieb. "Es muss erst eine gewisse Grundlage da sein", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Kaltenborn an der Hohen Acht, Manfred Hoffmann, am Freitagmorgen dem SWR. "Fürs Rodeln wird es aber langen am Wochenende."

Am Erbeskopf sind die Lifte noch geschlossen, Skifahren ist aber möglich. Auch die Schneekanonen seien noch nicht in Betrieb, da es nicht kalt genug sei, hieß es am Samstag vor Ort. Die meisten Ausflügler rodeln derzeit. Am Salzburger Kopf läuft der Lift dagegen schon. Er wurde am Samstag rege von Rodlern und Skifahrern genutzt.

Schnee am Erbeskopf, Familien rodeln (Foto: SWR)
Viele Familien nutzten den Schnee am Erbeskopf für eine Rodeltour.

Nach Schnee trockene Aussichten für Wochenbeginn

In der Nacht zum Samstag hatte es mäßigen bis starken Schneefall gegeben. Im Norden des Landes kam es dadurch zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen mit Blechschäden.

Am Sonntag schneit es der Vorhersage zufolge vor allem in den Mittelgebirgen und im Süden Deutschlands, ansonsten herrscht eher Schneeregen vor.

Am Montag folgt dann in Rheinland-Pfalz ein weitgehend trockener Wochenbeginn. Laut DWD wird es milder, sodass bis dahin übrig gebliebener Schnee größtenteils wieder schmilzt. Mit glatten Straßen müsse aber gerechnet werden, hieß es am Sonntag. Die Temperaturen würden vor allem im Bergland und nachts auf bis zu minus vier Grad, in der Eifel sogar bis minus sieben Grad sinken. Weitgehend trocken bleibt es nach der Vorhersage auch am Dienstag, die Sonne könne sich gelegentlich durch Nebel und Wolken durchkämpfen.

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Corona-Vorgaben auf den Pisten

In den Liften und auf den Pisten gibt es Vorgaben wegen der Corona-Pandemie. So gilt am Erbeskopf im gesamten Bereich die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Außerdem müssen sich Besucherinnen und Besucher vorab online registrieren.

Erster Schnee schon lange vor Weihnachten

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Bereits Ende November und Anfang Dezember hatten erste Schneefälle das Skilaufen und Rodeln an einigen Punkten in Rheinland-Pfalz für ein paar Tage möglich gemacht - etwa am Salzburger Kopf bei Stein-Neukirch im Westerwald oder am Erbeskopf.

Probleme mit den Parkplätzen

In allen Ski- und Rodelgebieten rufen die Kommunen die Besucher zur Rücksichtnahme auf. Im vergangenen Winter hatte es teilweise chaotische Szenen auf den Zufahrten zu den Pisten gegeben - auch an kleineren Rodelhängen wie etwa der Fuchskaute im Westerwald. Auf Wiesen wurde verbotenerweise geparkt und in einigen Fällen kamen Hilfs- und Sicherheitskräfte nicht an den parkenden Autos vorbei. Wer in ein Wintersportgebiet anreist, soll sich daher unbedingt vorher über Parkmöglichkeiten vor Ort informieren.

Kein Liftbetrieb im vergangenen Winter

Im vergangenen Winter hatte es am Erbeskopf keinen einzigen Tag mit Liftbetrieb gegeben - und das, obwohl die Schneeverhältnisse so gut waren wie lange nicht. Aber der zweite Corona-Lockdown bremste auch die Liftbetreiber aus - auch am Schwarzen Mann in der Schneifel oder am Dollberg in Neuhütten (Kreis Trier-Saarburg).

"Das hätte eine super Abschluss-Saison für mich werden können", sagte der langjähriger Betriebsleiter des Wintersportzentrums Erbeskopf, Klaus Hepp. Man habe tolle Bedingungen gehabt, aber "keinen Tag geöffnet. Das tut einfach nur weh."

Trotzdem kam es am Erbeskopf zu einem Besucherchaos, weil zahlreiche Menschen aus dem ganzen Südwesten in das Wintersportgebiet im Hunsrück strömten, obwohl die Lifte nicht betrieben wurden. Die Folge: überfüllte Parkplätze und zugeparkte Straßen. Die Verantwortlichen waren im Dauereinsatz, auch um die Corona-Regeln wie beispielsweise Abstandsregeln durchzusetzen. Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich sperrte sogar die Zufahrtsstraße, um der Lage Herr zu werden.

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