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Die Grünen-Chefin Annalena Baerbock soll ihre Partei als Kanzlerkandidatin in den Bundestagswahlkampf führen. Die rheinland-pfälzischen Grünen zeigen sich hocherfreut.

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Mit dieser Entscheidung "werden wir auf Sieg spielen", wenn es im Herbst um das Kanzleramt geht, sagte Anne Spiegel, die rheinland-pfälzische Umwelt- und Familienministerin. Sie sei hocherfreut darüber, wie der Prozess der Kandidatenfindung gelaufen sei. Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck hatten untereinander geklärt, wer die Kanzlerkandidatur in der Partei übernehmen soll. Am Montagmittag wurde das Ergebnis präsentiert.

"Wenn man Annalena Baerbock in den letzten Jahren erlebt hat, dann hat man keine Zweifel mehr, dass sie die grüne Kanzlerin auch kann", sagte Spiegel. Baerbock habe bewiesen, dass sie sich in sämtliche Themen in kürzester Zeit eingearbeitet habe.

Grünes Spitzenduo bleibt erhalten

"Mit der heutigen Entscheidung wird es trotzdem so sein, dass wir ein Spitzenduo haben, das in den Wahlkampf gehen wird, und natürlich wird auch Robert Habeck eine sehr wichtige Rolle spielen," so Spiegel. Der Teamgedanke werde die Grünen auch im Wahlkampf leiten.

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Die Grünen Landesvorsitzende Misbah Khan ergänzte: "Wir werden eine grüne Kanzlerin brauchen". Die Grünen verkörperten den Politikstil, der der Zeit angemessen sei.

Zustimmung auch von Grüner Jugend in Rheinland-Pfalz

"Ich bin total fröhlich und super motiviert jetzt für diese Bundestagswahl", sagte Jonas Volkmann, der Vorsitzende der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz dem SWR. "Ich denke, dass Annalena die richtige Kandidatin ist und eine echte Alternative ist zu den Personen Söder, Laschet und Scholz".

Die Grüne Jugend werde zusammen mit Baerbock bei dieser Bundestagswahl für Veränderung kämpfen. Die Partei habe ein superstarkes Programm und mit Baerbock eine Person, "die das Amt der Kanzlerin definitiv machen kann", sagte Volkmann.

Grünen-Parteitag muss Baerbock noch bestätigen

Auch er lobte den Ablauf der Kandidatenfindung bei den Grünen. Anders als bei CDU und CSU sei alles transparent und mit festem Termin umgesetzt worden. Er finde, Politik sollte keine Show sein. Vor allem, wenn es um so ein verantwortungsvolles Amt gehe. Da müsse man auch zeigen, dass man ein Land führen könne, sagte Volkmann. "Das beweisen Söder und Laschet gerade nicht, weil sie sich nicht einmal in der Partei einigen können."

Die endgültige Entscheidung über die Kanzlerkandidatur soll auf dem Grünen-Parteitag vom 11. bis 13. Juni fallen. Die Zustimmung gilt als sicher.
Davon ist auch Sara Pasuki von der Grünen Jugend Donnersberg überzeugt. Pasuki, die für den Bundestag kandidiert, sagte dem SWR: "Ich gehe mal davon aus, dass die Partei das wunderbar annimmt und dass wir eine wunderbare starke Frau als Kanzlerin haben werden".

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