RhineCleanUp2021 (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Großreinemachen für die Umwelt

Tonnenweise Schwemmgut bei RhineCleanUp gesammelt

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Zehntausende Menschen haben am Samstag beim sogenannten RhineCleanUp das Ufer des Rheins vom Schwemmgut der Flutkatastrophe befreit.

Insgesamt zählten die Initiatoren der Aktion rund 40.000 freiwillige Helfer in Deutschland und den Nachbarstaaten.

Diesmal, im vierten Jahr von "RhineCleanUp" (Rheinsäuberung), kamen auch die Flussufer von Mosel, Main, Lahn, Nahe, Kinzig und Selz dazu. Nach Angaben der Veranstalter wurden durch die Aufräumaktionen rund 350 Tonnen Abfall eingesammelt. Müll, der sonst über die Flüsse in die Weltmeere gelangt wäre.

Schwemmgut aus dem Ahrtal

Weinfässer, Getränkekisten, Gartenmöbel und sogar ein Fernwärme-Rohr wurden in diesem Jahre aus den Gewässern gezogen. Das 20 Meter lange Fernwärmerohr wurde in Köln angeschwemmt. "Das ist Schwemmgut aus dem Ahrtal", erklärte Christian Stock vom Verein Krake. Er habe die großen Müllmengen im Rhein nach dem Hochwasser erwartet.

In Mainz wurden nach Angaben der Organisatoren Samstag fast 350 Säcke Müll gesammelt.

Im Naturschutzgebiet in Mainz-Mombach seien neben Plastikmüll sogar zwei Waschmaschinen und ein E-Roller gefunden worden, so einer der Veranstalter. Insgesamt hätten in Mainz 500 Teilnehmende beim Rhine Clean Up mitgemacht.

In Worms haben sich nach Angaben der Koordinatorin 90 Menschen an der Aktion beteiligt und zwei Container Müll gesammelt.

Ziel des "RhineCleanUp" ist es, besonders den Rhein von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden von tonneweise Abfällen zu säubern.

Auch Umweltministerin Spiegel dabei

Auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) besuchte als Schirmherrin das Event in Mainz. "Mit Aktionen wie dem RhineCleanUp-Event wird ein Beitrag geleistet, um das Bewusstsein der Bevölkerung für das Ausmaß der Landschaftsvermüllung und ihrer Auswirkungen auf die Gewässer zu schärfen", sagte Spiegel. Sie verwies besonders auf die Plastikverschmutzung der Wasser-Ökosysteme. Die Kosten der Vermüllung seien hoch. Für die Beseitigung von Abfällen zahlten Städte und Kommunen deutschlandweit jährlich rund 700 Millionen Euro, erklärte Spiegel.

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