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Die Corona-Infektionszahlen im Land gehen zurück. Die Landesregierung spricht deshalb von neuen Öffnungsperspektiven. Sie sollen rechtzeitig zu Christi Himmelfahrt greifen.

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In allen rheinland-pfälzischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 soll ab Mittwoch, dem 12. Mai, ein abgestuftes Konzept von Öffnungsstrategien greifen. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts angekündigt.

Geschäfte sollen wieder öffnen dürfen

Demnach soll in diesen Regionen der gesamte Handel wieder öffnen dürfen, für ihn sollen die gleichen Bedingungen gelten wie für den Lebensmittelhandel. Außerdem soll die Vermietung von Ferienwohnungen und die Übernachtung in Wohnmobilen mit eigenen sanitären Anlagen wieder möglich sein. Auch im Bereich Sport soll es weitere Öffnungsschritte geben.

"Die Corona-Infektionszahlen gehen stabil zurück. Die Zahl der Geimpften steigt an und immer mehr Aktivitäten sind jetzt auch wieder im Freien möglich", sagte Ministerpräsidentin Dreyer. "Uns ist daher wichtig, einen 'Perspektivplan Rheinland-Pfalz' vorzulegen, der aufzeigt, wie wir vorsichtig, aber bestimmt aus dem Lockdown kommen."

Lockerungen zu Pfingsten und Fronleichnam

Rechtzeitig zum Pfingstwochenende - ab Freitag, dem 21. Mai - soll es weitere Lockerungen geben. Ein dritter Öffnungsschritt ist ab dem 2. Juni zu Fronleichnam geplant. Die Details sollen von den zuständigen Ministerien erarbeitet werden. Ein Beschluss soll am kommenden Dienstag im Ministerrat getroffen werden.

"Das Licht am Ende des Tunnels wird jeden Tag heller. Wir gehen mit vorsichtigen Schritten einem guten Sommer entgegen", sagte Dreyer. "Wir bleiben aber vorsichtig, denn die Gefahr durch das Virus ist noch nicht abgewendet."

Land fordert Attest als Genesungsnachweis

Die Landesregierung sprach sich zudem dafür aus, dass Genesene ihre überstandene Corona-Infektion mit einem ärztlichen Attest nachweisen. Der Bund müsse dafür die nötigen Voraussetzungen schaffen. In der jüngsten Bundesverordnung sei als Nachweis ein positiver PCR-Test vorgesehen. Dies könne zu erheblicher Unsicherheit führen, weil auf dem Test nicht vermerkt sei, wie lange die Erleichterungen gelten - nämlich nur ein halbes Jahr lang nach der Infektion. Auf einem Attest könne ein Arzt so etwas vermerken.

Das Gesundheitsamt im Westerwaldkreis gab derweil bekannt, dass es ab Montag (10. Mai) Bescheinigungen an Genesene verschicken werde. Jeder, der innerhalb der letzten sechs Monate an Covid-19 erkrankt und nun wieder gesund sei, werde einen solchen Brief bekommen. Genesene müssen ab Sonntag bundesweit keinen negativen Test mehr vorlegen, wenn dies zum Beispiel für einen Friseurbesuch nötig ist. Es reicht, wenn sie ihre überstandene Infektion nachweisen.

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