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Am 10. Juni tritt in Rheinland-Pfalz eine neue Corona-Verordnung in Kraft - und die bringt zusätzliche Lockerungen: Busreisen und Treffen von bis zu zehn Menschen sind wieder erlaubt, Chöre dürfen wieder proben.

Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag nach einem Treffen mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz in Mainz verkündet. Mit Inkrafttreten der nächsten Verordnung am 10. Juni sollen Bus- und Schiffsreisen wieder möglich sein, außerdem Wellnessbereiche in Hotels und Freizeitparks wieder geöffnet werden - alles unter Wahrung der Hygienevorschriften. "Alles, was zum Tourismus gehört, hat dann auf", so Dreyer.

Treffen von bis zu zehn Personen möglich

Auch Treffen von bis zu zehn Menschen in der Öffentlichkeit werden dann wieder erlaubt sein - egal aus wie vielen Haushalten die Personen stammen. Bisher waren nur Treffen zweier Hausstände zugelassen.

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Wie Dreyer weiter erklärte, dürfen Chöre ab 10. Juni wieder üben - allerdings unter strengen Auflagen. Der Chorverband habe selbst einen sehr strengen Plan vorgelegt, sagte die Ministerpräsidentin. Deshalb sei das Proben der gesamten Chöre im Freien wieder zugelassen. Zwischen den Sängern seien demnach drei Meter Abstand vorgesehen. Auch Blasmusik sei dann wieder möglich, ergänzte Fritz Brechtel, zweiter Stellvertretender Vorsitzender des Landkreistages.

Chöre wollen in Räumen in kleinen Gruppen proben

Der Sprecher des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, Dieter Meyer, sagte am Mittwoch, wegen des im Hygienekonzepts vorgesehenen Mindestabstands von drei Metern zwischen den Sängern sollten in kleineren Räumen nur einzelne Chorteilgruppen nacheinander für maximal eine halbe Stunde proben und dazwischen lüften. Das gesamte Ensemble könne dann im Freien singen, wenngleich sich die Sänger dort schlechter gegenseitig hörten als in Gebäuden. Der Verband hoffe nun auf Chorkonzerte im Advent und an Weihnachten. Das grüne Licht der Landesregierung sei wichtig gewesen.

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Landkreistags-Vize: Normaler Unterricht nach Sommerferien das Ziel

Brechtel sagte im Gespräch mit dem SWR weiter, dass es mit Blick auf Schulen und Kindertagesstätten das Ziel gebe, möglichst schnell zur Normalität zurückzukehren. In den Schulen solle möglichst nach den Sommerferien wieder normal unterrichtet werden. Für die Sommerferien kündigte er an, dass die Kommunen so weit es geht Jugendfreizeiten ermöglichen wollten. Voraussetzung für die genannten Punkte sei natürlich eine weiter positive Entwicklung der Infektionszahlen.

Lokale dürfen wieder bis 24 Uhr öffnen

Für die Gastronomie bringt die nächste Lockerungsstufe ebenfalls eine Neuerung: Die Öffnungszeiten können auf 24 Uhr ausgedehnt werden. Aktuell müssen Restaurants und Kneipen um 22:30 Uhr schließen. Zudem fällt die Reservierungspflicht für Gäste weg. Die Kontaktdaten müssen für das Nachvollziehen eventueller Infektionsketten aber weiter hinterlassen werden.

In Theatern und Kinos soll nach Erreichen des Platzes die Maskenpflicht entfallen. Auch die Regel, dass eine Person pro zehn Quadratmetern Fläche erlaubt ist, sei dann nicht mehr abhängig von der Größe des Veranstaltungsortes.

Malu Dreyer (SPD) bei einem Pressestatement (Foto: SWR)
Malu Dreyer (SPD) verkündet am Dienstag in der Staatskanzlei weitere Lockerungen

Ohnehin stehen in den kommenden Wochen bereits zuvor geplante Lockerungen für Veranstaltungen an. Seit 27. Mai sind im Freien unter Auflagen bis zu 100 Menschen möglich, ab 10. Juni soll dies auch für bis zu 250 Personen gelten. Von diesem Termin an sind auch Innen-Veranstaltungen von bis zu 75 Menschen wieder möglich.

Lob für Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen

Die sehr guten Infektionszahlen seien der Grund dafür, zusätzlich zu den geplanten weitere Lockerungen vorzuziehen, sagte Dreyer. "Wir hatten heute wieder nur einen neuen Fall." Dreyer betonte, man habe die Pandemie gut im Griff - das sei der Fall, weil alle Ebenen ihre Verantwortung trügen: Bund, Länder und Kommunen. "Nur weil wir gut zusammenarbeiten, gelingt das auch." Und das wolle man auch so beibehalten.

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