Ein Organspendeausweis. Rheinland-Pfalz unterstützt eine Initiative für eine Widerspruchslösung bei der Organspende

Initiative im Bundesrat

Rheinland-Pfalz unterstützt Widerspruchslösung bei Organspende

Stand

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat beschlossen, sich an einer Initiative im Bundesrat zur Neuregelung der Organspende zu beteiligen.

Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag dem SWR mit. Die Bundesratsinitiative kommt ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen. Sie hat das Ziel, dass es bei der Organspende doch eine Widerspruchslösung geben soll.

Wie funktioniert die Widerspruchslösung ?

Wenn bei der Organspende die Widerspruchslösung gilt, bedeutet das, dass jeder Mensch automatisch als Organspender gilt, es sei denn, er widerspricht. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und auch der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) gehen davon aus, dass dadurch die Zahl von Organspendern deutlich steigen könnte.

Seit 2012 gilt in Deutschland die Entscheidungslösung. Das bedeutet, man muss sich zu Lebzeiten bewusst entscheiden, Organspender zu werden. Ansonsten ist eine Organentnahme nicht zulässig.

Neuregelung 2020 im Bundestag gescheitert

Der Bundestag hatte die Einführung der Widerspruchslösung 2020 abgelehnt und sich für die Beibehaltung der Entscheidungslösung ausgesprochen. Die geplante Bundesratsinitiative für eine Änderung soll voraussichtlich im Juli entschieden werden. Sollten die Bundesländer der Initiative mehrheitlich zustimmen, müsste sich der Bundestag erneut mit dem Thema beschäftigen.

Mehr zum Thema Organspende in RLP

Mainz

Tagung in Mainz Weniger Organspenden in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der Organspenden in Rheinland-Pfalz ist seit Jahresbeginn deutlich zurückgegangen. Darauf hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) anlässlich ihrer Jahrestagung für die Region in Mainz hingewiesen.

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Rheinland-Pfalz

Startschuss für zentrales Organspende-Register Organspende: So ist die Lage in RLP

Menschen in Deutschland können seit dieser Woche online festhalten, ob sie nach ihrem Tod zu einer Organspende bereit sind oder nicht. In Rheinland-Pfalz haben vergangenes Jahr 41 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet.

Rheinland-Pfalz

Organspende-Register, Organspende-Ausweis und Patientenverfügung FAQ Organspende: Das müssen Spender und Empfänger wissen

Mit dem Thema Organspende sind viele Fragen verbunden. Wünsche können im Organspende-Register, im Organspende-Ausweis oder in der Patientenverfügung festgehalten werden.

Stand
Autor/in
SWR