Klimawandel in Rheinland-Pfalz

Der Rhein

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Packeis im Rhein bei Oberwesel im Jahr 1947. (Foto: Bundesanstalt für Wasserbau)
1947 - das Jahr der Landesgründung - war es die Wintermonate über eisig kalt in Rheinland-Pfalz. Packeis türmt sich hier bei Oberwesel an der "Tauberwerth" auf, einer Insel, die bei Niedrigwasser begehbar ist. Bundesanstalt für Wasserbau
Klirrend kalt war es auch im Februar 1956. Die Eisperiode führte zum Teil zum Zufrieren des Flusses, so wie hier in Mainz an der Theodor-Heuss-Brücke. Bundesanstalt für Wasserbau
Heute ist es so trocken, dass der Pegelstand des Rheins im Sommer sinkt und sinkt - so wie 2018. Damals war es so trocken, dass das Wahrzeichen von Bingen (Landkreis Mainz-Bingen), der Mäuseturm, zu Fuß erreichbar war. Das Gebäude steht eigentlich umgeben von Wasser mitten im Fluss. picture alliance/dpa | Thomas Frey

Früher konnten die Menschen in Rheinland-Pfalz im Winter immer mal wieder auf dem Rhein eislaufen. Diese Zeiten sind vergangen, erklärt Thomas Kesseler-lauterkorn vom Deutschen Wetterdienst: "Ein zugefrorener Rhein ist in Zeiten des Klimawandels fast undenkbar. Dafür würde es auch nicht ausreichen, wenn es mal für eine Woche richtig kalt wird." Da brauche man schon eine mehrere Wochen anhaltende Kälte mit Minusgraden.

Hinzu komme, dass sich auch der Rhein selbst verändert habe. Das Wasser des Flusses sei heute durch die Abwärme der Industrie deutlich wärmer als damals. Und auch die Fließgeschwindigkeit habe sich durch Flussbegradigungen verändert und sei schneller geworden.

Hingegen gab es im Spätsommer/Herbst 2018 ein ganz anderes Phänomen: Der Rhein hatte so wenig Wasser, dass man in Bingen zu Fuß zum Mäuseturm laufen konnte - statt auf dem Rhein Schlittschuh zu laufen, ist es jetzt eher möglich, durch den Fluss zu spazieren.

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