Das Moselufer in Cochem ist vom Hochwasser überflutet. 05.01.2022 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Nach Regen- und Schneefällen

Pegelstände der Mosel steigen vorübergehend wieder an

STAND

Die Schnee- und Regenfälle des Samstags lassen das Wasser der Mosel und ihrer Nebenflüsse vorübergehend wieder steigen.

Nach Angaben des Hochwassermeldedienstes wird dort ein Höchstwasserstand um 6,50 Meter im weiteren Tagesverlauf erwartet. Anschließend werde der Wasserstand wieder fallen, zunächst nur langsam. Für Montag und Dienstag werde meist niederschlagsfreies Wetter erwartet.

Der Pegelstand der Mosel bei Trier war am Freitagabend auf 5,24 Meter zurückgegangen - am Tag zuvor waren es 6,78 Meter, am Mittwoch sogar 7,63 Meter gewesen. Da ab 6,95 Metern keine Schiffe mehr fahren dürfen, war der Schiffsverkehr im Raum Trier zwischenzeitlich eingestellt worden.

An der Saar werde am Pegel Fremersdorf die Meldehöhe von 3,90 Meter am Sonntag nach derzeitigem Stand nicht erreicht, hieß es.

Am Pegel Bollendorf an der Sauer sei ein Anstieg des Wasserstands bis in den Bereich der Meldehöhe von 3,50 Meter am Sonntagmittag nicht auszuschließen; danach werde der Wasserstand wieder fallen. Auch an Nahe und Glan steigen die Wasserstände laut Hochwassermeldedienst vorübergehend wieder an.

Seit Freitag waren die Pegelstände zurückgegangen

Nachdem am Donnerstagabend einzelne Flüsse im Land noch ihre Höchststände des aktuellen Hochwassers erreicht hatten, waren die Wasserstände am Freitag überall gefallen.

In Cochem stand die Mosel am Freitagabend bei 4,89 Metern. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität sind die Straßen und Unterführungen wieder für den Verkehr freigegeben, auch die Schifffahrt ist nicht mehr beeinträchtigt. Das war am Mittwoch noch anders.


In Koblenz lag der Pegel des Rheins laut Hochwassermeldedienst am Freitagabend bei 4,81 Meter, nach einem Höchststand von 5,47 Meter am Donnerstag. Nach Angaben der Stadt ist das Parkverbot am Peter-Altmaier-Ufer vorerst wieder aufgehoben. Die Feuerwehr hatte dort in den Tagen zuvor Maßnahmen zum Hochwasserschutz getroffen. Im Laufe des Sonntags könnte das Wasser wieder leicht über die Meldehöhe von 4,50 Meter steigen.

Die Mosel tritt am Rande der Koblenzer Altstadt über die Ufer.  (Foto: SWR)
Am Rande der Koblenzer Altstadt stand die Mosel sehr hoch. Bild in Detailansicht öffnen
Auch der Rhein hatte in Koblenz Hochwasser. Im Stadtteil Ehrenbreitstein wurden die Hochwasserschutztore geschlossen. Bild in Detailansicht öffnen
Auch in Cochem stieg der Pegel der Mosel weiter an. Dieser Schiffsanleger wurde überschwemmt. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Weiter flussaufwärts, in Reil, kam es ebenfalls zu Überschwemmungen durch die Mosel. Bild in Detailansicht öffnen
Auch im benachbarten Enkirch stand das Wasser hoch und blockierte ganze Straßen. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Auch in Trier gab es Hochwasser. Mittlerweile geht das Wasser dort aber wieder zurück. Bild in Detailansicht öffnen
In Simmern im Hunsrück bereitete der Simmerbach den Anwohnern am Dienstag Sorge. In der Nacht zu Mittwoch entspannte sich die Lage dort aber. Bild in Detailansicht öffnen
Auch im pfälzischen Rammelsbach kam es zu Überschwemmungen - zum Beispiel von Straßen. Bild in Detailansicht öffnen
Nach der Flutkatastrophe im Sommer schaute man an der Ahr besonders genau auf die steigenden Pegelstände. Eine akute Gefahr bestand dort aber nicht, so der Kreis. Bild in Detailansicht öffnen

Rhein in Leutesdorf bis zu Häusern vorgedrungen

Die Pegel des Mittelrheins erreichten ihre Höchststände am Donnerstagnachmittag und -abend. So waren beispielsweise die Rheinwiesen in Leutesdorf im Kreis Neuwied am Donnerstag überschwemmt.

In Bingen hatte der Pegel des Rheins schon in der Nacht zum Donnerstag die Hochwassermarke I überschritten. Erst, wenn die Hochwassermarke II erreicht wird, gibt es Einschränkungen für die Schifffahrt. Doch danach sieht es nach Prognosen des Hochwassermeldezentrums nicht aus: Am Freitagabend stand das Wasser bei 3,50 Meter; die Tendenz ist fallend.

"Keine akute Gefahr" an der Ahr durch Hochwasser

Nach der Flutkatastrophe im Juli beobachtete man an der Ahr mit besonderer Sorge die Pegelstände. Die Technische Einsatzleitung des Kreises Ahrweiler war einberufen worden, um die Pegel der Ahr sowie weiterer Flüsse und Bäche im Blick zu behalten. Aufgrund der fallenden Pegelstände hat die Einsatzleitung ihre Arbeit inzwischen aber wieder beendet, teilte die Kreisverwaltung auf Twitter mit.

#Hochwasserschutz: Die Technische Einsatzleitung des Kreises #Ahrweiler (TEL) hat ihre Arbeit aufgrund der weiterhin fallenden Pegel der #Ahr beendet. Die Pegel werden weiterhin beobachtet. Danke an @BBK_Bund und die örtlichen Feuerwehren für die Unterstützung.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird es kühler: Das ganze Wochenende hindurch bleibt es stark bewölkt und es kann immer wieder Regen- oder Schneeschauer geben. Zu Beginn der neuen Woche soll es dann weitgehend trocken bleiben.

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