Armin Laschet, Christian Baldauf und Julia Klöckner (alle CDU) bei einem kleinen Parteitag zur Verabschiedung des Wahlprogramms für die Landtagswahl 2021 in Rheinland-Pfalz (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Klöckner und Baldauf zur CDU-Personaldebatte

"Laschet macht klar, dass es nicht um ihn geht"

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Julia Klöckner und Christian Baldauf haben die Initiative von Armin Laschet für einen personellen Neuanfang in der CDU gelobt. Der Schritt sei konsequent für einen Vorsitzenden.

Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionsvorsitzende Baldauf begrüßt den von Laschet vorgeschlagenen Weg. Es sei konsequent für einen Vorsitzenden, den Übergang zu moderieren anstatt hinzuschmeißen, sagte Baldauf dem SWR.

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Laschet will Parteitag zur personellen Neuaufstellung

Zuvor hatte Laschet in Berlin einen möglichen Rückzug angedeutet. Der CDU-Chef wolle den Spitzengremien der Partei nach der historischen Wahlniederlage einen Parteitag zur personellen Neuaufstellung der CDU vorschlagen.

Laschet sagte, er wolle den Gremien in der kommenden Woche diesen Vorschlag machen. Die personelle Neuaufstellung der CDU - "vom Vorsitzenden über das Präsidium bis hinein in den Bundesvorstand" solle nun zügig angepackt werden.

Klöckner lobt Laschets Vorstoß in Rücktritts-Debatte

Zustimmung dafür kommt auch von der rheinland-pfälzischen CDU-Vorsitzenden Julia Klöckner: "Armin Laschet macht klar, dass es nicht um ihn als Person geht, sondern um das Land und die Partei."

Erstens sei es notwendig, eine Regierungsbildung abzuwarten, danach wisse man, wo in Deutschland die politische Reise hingehe. "Dann ist die Partei dran, das was wir in Rheinland-Pfalz in der CDU bereits machen. Da habe ich eine Struktur- und Organisationsanalyse mit einem externen Berater aufs Gleis gesetzt", so Klöckner.

Für den Bund hieße das: "Armin Laschet führt und moderiert diesen Prozess von vorne, an dessen Ende kann eine neue Führung stehen."

Junge Union Rheinland-Pfalz kritisiert Parteichef Laschet

Zuletzt war die Kritik an Laschet immer lauter geworden. Der Vorsitzende der Jungen Union in Rheinland-Pfalz, Jens Münster, hat CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet vorgeworfen, die Wahlniederlage der Union zu verkennen.

Am Wahlergebnis der Union bei der Bundestagswahl gibt es nach Ansicht von JU-Landeschef Münster nichts zu beschönigen. "Das ist eine Niederlage gewesen", sagte er im Interview mit SWR Aktuell.

Laschet hält Tür für Jamaika offen

Das Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP ist für Laschet aber weiterhin möglich. Laschet betonte, dass Jamaika die Chance für einen echten Aufbruch in Deutschland sei.

Grüne und FDP hatten allerdings entschieden, mit der SPD über die Bildung einer Regierung zu sprechen. Laschet sagte, die CDU stehe bereit für Gespräche. Die CDU schlage keine Tür zu.

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