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Die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner begrüßt es, dass CDU-Chef Laschet Kanzlerkandidat der Union wird. Klöckner sagte, es sei gut, dass die Entscheidung gefallen sei.

Man habe hart gerungen, intensiv diskutiert, keiner der beiden Kandidaten habe es sich leicht gemacht, sagte Julia Klöckner. Die rheinland- pfälzische Landesvorsitzende gratulierte Laschet zur Nominierung durch den Bundesvorstand. Klöckner sagte weiter, sie danke aber auch CSU-Chef Markus Söder. Er habe trotz großer Unterstützung in vielen Teilen der Partei die Größe gezeigt, das Votum anzunehmen, und seine volle Unterstützung zugesagt.

CDU-Basis in Rheinland-Pfalz kritisiert Votum des Bundesvorstandes

Kritik kommt dagegen von der rheinland-pfälzischen Basis. Der CDU-Direktkandidat für die Bundestagswahl Xaver Jung aus Kusel sagte, der Bundesvorstand habe sich mit seinem Votum weit von der Basis entfernt. Die Basis sei für Söder gewesen. Die CDU-Landtagsabgeordneten Johannes Zehfuß und Marion Schneid aus der Vorderpfalz fordern ein anderes Verfahren, um künftig den Kanzlerkandidaten der Union zu bestimmen. Mitglieder und Basis der Partei würden im Moment nicht ernst genug genommen.

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Rheinland-pfälzischer Fraktionschef Baldauf zeigt Verständnis für die Basis

Der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Christian Baldauf sagte, Laschet gehöre nun die volle Unterstützung. "Jetzt ist die Stunde der Solidarität, in der Verantwortung für unser Land und die Union." Er habe allerdings "großes Verständnis" dafür, dass Teile der CDU über den Weg zur Klärung der Kandidatenfrage frustriert seien.

Die CDU habe es nicht geschafft, dafür das richtige Basisformat zu entwickeln und die Menschen in ausreichendem Maß, etwa über eine bundesweite Kreisvorsitzenden-Konferenz, mitzunehmen. "Das Verfahren der letzten Tage sollte für die CDU ein heilsamer Schock sein", so Baldauf. Die CDU müsse schnellstmöglich über die Modernisierung der internen Strukturen und der Kommunikation nachdenken.

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Mehrheit im CDU-Bundesvorstand stimmt für Laschet

In der Nacht zum Dienstag hatte sich der CDU-Bundesvorstand für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union ausgesprochen. Von den 46 Vorstandsmitgliedern der CDU hatten 31 für Laschet gestimmt, neun für CSU-Chef Markus Söder und sechs CDU-Vorstandsmitglieder hatten sich enthalten.

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Für Klöckner war die Abstimmung eine schwierige Situation. Denn während sie Laschet als Kanzlerkandidat der Union favorisierte, hatten sich die Kreisverbände im Land für eine Kanzlerkandidatur von CSU-Chef Söder ausgesprochen. Wie Klöckner im Bundesvorstand abgestimmt hat, ist nicht bekannt.

CSU-Chef Söder verzichtet auf Kanzler

Am Morgen nach der CDU-Bundesvorstandssitzung versicherte CSU-Chef Markus Söder in einer Pressekonferenz, er werde das Votum der CDU akzeptieren. "Die Würfel sind gefallen", sagte Söder, "Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union." Er bot Laschet seine volle Unterstützung an. Söder bedankte sich bei seinen Unterstützern für den Zuspruch, den er aus ganz Deutschland erhalten habe. Er wolle aber keine Spaltung der Union. Der Generalsekretär der CSU, Markus Blume, sagte: "Markus Söder ist erkennbar der Kandidat der Herzen", aber in der Demokratie "entscheidet am Ende etwas anderes, nämlich die Mehrheit".

Einzelne CDU-Landespolitiker hatten noch auf eine Wende gehofft

Der Kreisvorsitzende der CDU im Kreis Bernkastel-Wittlich, Alexander Licht, hatte vor der Stellungnahme Söders noch gesagt, er hoffe, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Die Bundespartei sollte endlich wissen, wie ihre Mitglieder denken. Ansonsten wäre das ein "rabenschwarzer Tag" und eine schwierige Zeit käme auf die CDU zu. Moritz Petry von der CDU Trier begrüßte dagegen das klare Votum für Laschet. Er erwarte jetzt von Markus Söder die volle Unterstützung für Laschet. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Steier aus Pellingen (Kreis Trier-Saarburg) sagte am Dienstagmorgen, es sei eine klare Entscheidung pro Laschet. "Wir sollten uns als Union jetzt geschlossen hinter ihn stellen und in den Wahlkampf gehen."

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