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Jahrzehnte nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl ist das Fleisch mancher Wildschweine in Rheinland-Pfalz noch so stark radioaktiv belastet, dass es nicht verkauft werden darf.

Nach vorläufigen Daten für das abgelaufene Jagdjahr lag das Fleisch von 75 Wildschweinen aus dem Pfälzerwald und dem westlichen Hunsrück über dem Grenzwert für radioaktives Cäsium – das entspricht einem Anteil von etwas mehr als vier Prozent der fast 1.800 untersuchten Tiere. Der höchste Einzelwert überschritt den Grenzwert um das 13-fache.

Größte Belastung im Pfälzerwald und dem westlichen Hunsrück

Wildschweine sind das einzige Wild, das nennenswert belastet sein kann. Die Tiere fressen gern Hirschtrüffel, unterirdisch wachsende Pilze, die Cäsium besonders gut anreichern. Im Pfälzerwald und dem westlichen Hunsrück sind die Waldböden wegen radioaktiver Niederschläge nach Tschernobyl am stärksten kontaminiert.

n den betroffenen Jagdrevieren wird jedes erlegte Wildschwein vor dem Verkauf auf Cäsium untersucht. Bei Proben aus den anderen Landesteilen gab es zuletzt keine Auffälligkeiten. Wildfleisch im Handel kann laut Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz bedenkenlos gegessen werden.

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Keine Gefahr durch radioaktives Cäsium in anderen Lebensmitteln

Das gelte auch für Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Mastfleisch oder Milch. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sei radioaktives Cäsium so fest im Boden gebunden, dass es nicht mehr von den Pflanzen aufgenommen werde.

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