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Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, käme die SPD auf einen Stimmenanteil von 26 Prozent. Die CDU wäre weiterhin stärkste politische Kraft. Drittstärkste Partei wären die Grünen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Gegenüber September 2019 würde die SPD damit 3 Prozentpunkte und die CDU 2 Prozentpunkte (30 Prozent) gewinnen. Die Grünen würden 5 Prozentpunkte gegenüber ihrem Rekordwert im September verlieren (16 Prozent).

Die AfD käme auf 13 Prozent (+2 Prozentpunkte), die FDP auf 7 Prozent (-1) und die Linke unverändert auf 4 Prozent. Die amtierende Koalition aus SPD, Grünen und FDP würde somit weiterhin über eine Parlamentsmehrheit verfügen. Die Mehrheit hätte auch eine schwarz-rote Koalition.

Gespaltenes Urteil zur Landesregierung

Ein gutes Jahr vor der Landtagswahl fällt das Urteil der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer zur Arbeit der Landesregierung gespalten aus. Die eine Hälfte (49 Prozent) äußert sich sehr zufrieden oder zufrieden. Sogar unter den CDU-Anhängern überwiegt die Zufriedenheit (54 Prozent). Die andere Hälfte der Befragten (47 Prozent) ist weniger oder gar nicht zufrieden. Im Vergleich zum Politrend im März ist die Zufriedenheit mit der Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen leicht gesunken. Am kritischsten bewerten die AfD-Anhänger die Arbeit der Landesregierung: 75 Prozent sind damit weniger oder gar nicht zufrieden.

Zustimmung für Malu Dreyer als Ministerpräsidentin

Die Mehrheit der Befragten (59 Prozent) hält die amtierende Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) für eine gute Ministerpräsidentin. 28 Prozent sehen das nicht so. Die meiste Zustimmung erhält Dreyer von Parteianhängern der SPD (83 Prozent) aber auch von Anhängern der Grünen (82 Prozent) und der CDU (62 Prozent). Dem CDU-Herausforderer und Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2021, Christian Baldauf, trauen 30 Prozent der Befragten zu, ein guter Ministerpräsident zu sein. 37 Prozent glauben das nicht. Bei der vom Landesvorstand der Grünen als Spitzenkandidatin nominierten Anne Spiegel glauben 12 Prozent der Befragten, dass sie eine gute Ministerpräsidentin wäre. Für 49 Prozent wäre Spiegel keine gute Regierungschefin.

Zustand von Straßen und Brücken im Land als Problem

Den Zustand des Straßennetzes im Land bezeichnen 71 Prozent der Rheinland-Pfälzer als sehr großes oder großes Problem, 26 Prozent als geringes oder kein Problem.


Außerdem bewegt die Menschen die Situation von Krankenhäusern: Über die Hälfte der Rheinland-Pfälzer (55 Prozent) sorgt sich, dass Krankenhäuser in der Umgebung geschlossen werden. 44 Prozent machen sich deswegen wenig oder gar keine Sorgen. In kleineren Gemeinden ist die Sorge größer als in Städten.

Skepsis gegenüber der neuen SPD-Parteispitze

Die Rheinland-Pfälzer sehen das frisch gewählte SPD-Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans größtenteils nicht als Aufbruch für die Partei: 72 Prozent der Befragten bezweifeln, dass es den Sozialdemokraten mit der neuen Parteispitze gelingen wird, wieder mehr Bürger zu überzeugen. 21 Prozent trauen es der SPD mit dem neuen Führungsduo zu.


Eine große Mehrheit der Befragten (80 Prozent) ist der Meinung, dass sich die Berliner Regierungsparteien CDU/CSU und SPD zu sehr mit sich selbst und ihrem Personal beschäftigen. Für ein vorzeitiges Ende der Regierungskoalition gibt es allerdings keine Mehrheit der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer (30 Prozent). 29 Prozent halten Neuwahlen in der jetzigen politischen Situation für das Beste. 51 Prozent der Befragten machen sich Sorgen um die politische Stabilität Deutschlands, sollte die Große Koalition vorzeitig beendet werden.

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