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Das öffentliche Leben in Rheinland-Pfalz ist seit Mitternacht massiv eingeschränkt. Denn alle Veranstaltungen sind verboten, auch größere Familienfeiern. Viele Läden müssen geschlossen bleiben.

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Sendedatum
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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Rheinland-Pfalz hat jetzt alle Veranstaltungen verboten, unabhängig von der Zahl der Teilnehmer. Das hat die Landesregierung entschieden, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Bisher waren noch Veranstaltungen mit weniger als 75 Teilnehmern erlaubt. Das Verbot gilt auch für größere Feiern und Familienfeste. Beerdigungen und Trauerfeiern dürfen nur noch im engsten Familienkreis abgehalten werden.

In einem Erlass hat die Landesregierung am Dienstag die Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen, die sie bereits am Montag angekündigt hatte.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
16:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Von Mittwoch an müssen schließen:

  • Theater
  • Opern
  • Konzerthäuser
  • Museen
  • Kinos
  • Messen
  • Ausstellungen
  • Zoos
  • Spielhallen
  • Freizeitparks
  • Bars
  • Clubs
  • Discotheken
  • Kneipen
  • Fitnessstudios
  • Schwimmbäder
  • private Sportanlagen
  • Spielplätze
  • Outlets
  • Volkshochschulen
  • Musikschulen
  • öffentliche und private Bildungseinrichtungen
  • Einzelhändler (Ausnahmen siehe unten)
Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Geöffnet bleiben dürfen:

  • Wochenmärkte
  • der Einzelhandel für Lebensmittel
  • Getränkemärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Frisöre
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • der Zeitungsverkauf
  • Bau- und Gartenbaumärkte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Großhandel

Auch Sonntagsöffnung möglich

Diese Läden dürfen jetzt auch sonntags zwischen 12 und 18 Uhr öffnen. Die Geschäfte müssen sicherstellen, dass Warteschlangen vermieden und Hygienevorschriften eingehalten werden, teilt die Landesregierung mit - "gegebenenfalls durch Steuerung des Zutritts."

Alle Einrichtungen des Gesundheitswesen bleiben zudem geöffnet. Handwerker und Dienstleister dürfen weiter arbeiten.

Restaurants und Speisegaststätten sollen frühestens ab 6 Uhr öffnen dürfen und müssen spätestens um 18 Uhr dicht machen. Tische müssen zwei Meter voneinander entfernt sein. Hotelübernachtungen sind nur noch zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken erlaubt.

Dreyer: "Keine Ausgangssperre"

Die Maßnahmen seien keine Ausgangssperre, so Dreyer. Es gebe aber den dringenden Appell an alle Bürger, nicht in großen Gruppen unterwegs zu sein. "Wir stehen vor der großen Herausforderung, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern", so Dreyer am Montag.

Die Bundesregierung und die Regierungschefs der Länder hatten sich zuvor in einer Schaltkonferenz auf einen Handlungskatalog zum einheitlichen Vorgehen verständigt. Ziel sei, soziale Kontakte im öffentlichen Bereich weiter einzuschränken.

Wissing: "Hamsterkäufe nicht nötig"

Minister Wissing rief die Bürger auf, keine Hamsterkäufe zu tätigen. Dafür gebe es keinen Grund, die Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs sei sichergestellt. "Sie werden wie bisher einkaufen können."

Hilfe für Unternehmen

Viele Unternehmen im Land könnten laut Wissing nun in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Das Land stehe deshalb mit Bürgschaftssummen in dreistelliger Millionenhöhe bereit, um den Geschäftsbanken der Unternehmen kurzfristige Hilfen zu gewähren.

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