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In Rheinland-Pfalz werden die Corona-Beschränkungen ab Freitag kommender Woche weiter gelockert. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigte auch Hilfen für Familien und Kinder an.

Ab dem 18. Juni wird in den Bereichen Sport, Freizeit und Kultur wieder mehr möglich sein. Wie Dreyer mitteilte, sind bei einer Inzidenz von unter 100 dann beispielsweise private Feiern in angemieteten Räumen mit bis zu 25 Menschen möglich. Dazu gehören Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern. Liegt die Inzidenz unter 50 darf man draußen privat mit 50 Leuten feiern. Geimpfte und Genesene zählen dabei jeweils nicht mit.

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Mehr Teilnehmer bei Sport, Freizeit und Kultur in Rheinland-Pfalz erlaubt

Auch bei Sport und Kultur dürfen wieder mehr Menschen in Rheinland-Pfalz zusammenkommen. Im Freien etwa sind 30 Teilnehmer erlaubt, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Bei unter 50 dürfen es dann 50 Teilnehmer sein, die keinen Test brauchen. Der ist aber im Innenbereich weiter nötig, hier können künftig 20 Personen teilnehmen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre brauchen keinen Test und zählen nicht mit.


Sport- und Kulturveranstaltungen draußen können 250 Zuschauer besuchen - ohne Test - wenn die Inzidenz unter 100 beträgt. Liegt sie unter 50 sind innen 250 Gäste mit Test zugelassen, im Außenbereich 500 Zuschauer.

Lockerungen auch für Campingplätze und Freizeitbäder

Campingplätze werden bei einer Inzidenz von unter 100 wieder für alle geöffnet und zwar komplett. Das heißt, die Gäste können auch die Gemeinschaftseinrichtungen wieder nutzen. Öffnen dürfen auch Schwimmbäder, Spaßbäder und Thermen sowie die Innenbereiche der Freizeitparks. Auch Jugendfreizeiten mit Übernachtung sind möglich.

Zweiter Öffnungsschritt am 2. Juli

Zum 2. Juli ist laut Ministerpräsidentin Dreyer ein weiterer Öffnungsschritt geplant, bei dem zum Beispiel mehr Menschen bei Veranstaltungen und privaten Feiern zugelassen werden sollen. Auch Fachmessen, Spezialmärkte, Flohmärkte sind dann unter Auflagen wieder erlaubt. "Wenn die Zahlen rasant weiter abnehmen, würden wir Mitte Juni schauen, ob es noch weitere Perspektiven gibt", sagte Dreyer.

Freizeit- und Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche

Für den Sommer hat die rheinland-pfälzische Landesregierung auch ein Freizeit- und Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche beschlossen. Für Schüler gebe es wieder eine Sommerschule und andere Bildungsangebote, aber auch Freizeitangebote, so Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Dafür stellt die Landesregierung insgesamt 80 Millionen Euro bereit, 17 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dazu kommen in diesem Jahr 21 Millionen und im nächsten 43 Millionen Euro vom Bund.

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Sommerschule soll Lockdown-Defizite ausgleichen

Ministerpräsidentin Dreyer sagte: "Die Pandemie hat das Lernen im Klassenzimmer, den Austausch mit Gleichaltrigen und Sport, Spiel und Bewegung deutlich eingeschränkt. Wir wollen mit unserem Aktionsprogramm erreichen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche nach seinem Bedarf gefördert wird." In der Sommerschule sollen laut Hubig Schüler bis zur 9. Klasse etwa Stoff in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch nachholen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt demnach auf Schülern, die vor ihrem letzten Schuljahr stehen oder vor einem Schulwechsel.

Landeszuschuss für Familienurlaub bei geringem Einkommen

Familienministerin Katharina Binz (Grüne) kündigte zudem an, dass die Landesregierung in diesem Sommer Kinder- und Jugendfreizeiten fördert. Zudem wird sie Familien mit niedrigen Einkommen finanziell unterstützen, wenn diese zum Beispiel Urlaub in Jugendherbergen oder auf Bauernhöfen machen möchten.

Binz sagte, Politik und Gesellschaft hätten in der Pandemie unglaublich viel von Kindern, Jugendlichen und Familien gefordert und abverlangt. "Jetzt ist es an uns, ihnen, den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien eine Auszeit zu ermöglichen." Bis zu 600.000 Euro stellt die Landesregierung demnach für Familienurlaube zur Verfügung.

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