Werden die Hörsäle künftig wieder so voll sein? (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Thomas Frey/dpa | Thomas Frey)

Nach mehr als einem Jahr

Hochschulen in RLP kehren im Herbst zu Präsenzveranstaltungen zurück

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Im kommenden Wintersemester sollen die rheinland-pfälzischen Hochschulen schrittweise wieder zum Normalbetrieb zurückkehren. Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) kündigte am Donnerstag an, nach der Sommerpause werde es wieder mehr Präsenzveranstaltungen geben.

"Die Impfquoten steigen, die Inzidenzen sinken. Dies macht weitere Öffnungen möglich. Danach sehnen sich Studierende und Hochschulbeschäftigte. Denn Studium und Lehre leben vom persönlichen Austausch. In den vergangenen drei Semestern hat die digitale Lehre gut funktioniert. Kommen wir weiterhin gut mit dem Impfen voran, können wir uns auf ein Semester mit viel mehr Präsenzanteilen freuen", so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

„Mit den Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten werden wir in Kürze die nächsten Öffnungsschritte beraten, die in ein weitgehend normales Wintersemester führen werden.“ Das Land investiere über das Sondervermögen 50 Millionen Euro in die Digitalisierung von Forschung, Lehre und Verwaltung an den Hochschulen.

Hochschulrektoren begrüßen Präsenz-Vorlesungen

Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, verwies auf die besondere Leistung der Hochschulen und Studierenden in den vergangenen drei Pandemiesemestern:

"Die Studentinnen und Studenten der rheinland-pfälzischen Hochschulen haben in der Pandemie ein enormes Maß an Geduld und Improvisationsbereitschaft bewiesen, ebenso unsere Dozentinnen und Dozenten. Wir haben aber nun viele Studierende, die sogar schon eine ganze Reihe von Prüfungen absolviert haben, ohne den Campus einmal von innen gesehen zu haben. Das kann nicht so weitergehen."
Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz

"Der entscheidende Faktor für die Durchführbarkeit von Präsenzlehre im kommenden Wintersemester werden die dann geltenden Abstandsregeln sein“, ergänzt Prof. Dr. Georg Krausch, Stellvertretender Vorsitzender der Landeshochschul-Pressekonferenz. "Wenn die Inzidenzen auch ohne Abstandsregelung kontrollierbar bleiben, dann sind echte Präsenzlehre im Hörsaal und Seminarraum sowie Campusleben wieder möglich.“

Laufendes Semester wird digital weitergeführt

Voraussetzung für den Besuch ist eine Coronavirus-Impfung, eine überstandene Infektion oder ein aktueller Test. Das laufende Sommersemester soll mit Digitalveranstaltungen zu Ende geführt werden. Eine kurzfristige Umstellung ist nach Überzeugung der Verantwortlichen nicht umsetzbar.

Die Schulen in Rheinland-Pfalz kehrten dagegen schon am Montag in den vollen Präsenzunterricht zurück. Dort gibt es dann noch Unterricht bis zum 16. Juli, bevor die Sommerferien beginnen.

Kaum Präsenz-Vorlesungen seit mehr als einem Jahr

Seit mittlerweile über einem Jahr finden Vorlesungen und Seminare wegen der Corona-Krise grundsätzlich digital statt. Lediglich für Laborpraktika und ähnliche Lehrangebote mit praktischen Anteilen gibt es Ausnahmen unter verschärften Hygiene-Bedingungen. Auch die Abnahme von Prüfungen wurde zu großen Teilen ins Internet verlegt.

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