Polizeibeamte in Trier (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Nach der Amokfahrt von Trier

Rheinland-Pfalz schickt mehr Polizisten in die Innenstädte

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Nach der Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und mehreren Schwerst- und Schwerverletzten verstärkt die Polizei ab dem Wochenende ihre Präsenz in den Innenstädten im Land. Das kündigte Innenminister Roger Lewentz (SPD) an.

"Dem schnellen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, dass der Täter in Trier nach nur vier Minuten überwältigt werden konnte. Die Polizei wird ab dem kommenden Wochenende noch stärker präsent sein in den Innenstädten und somit jederzeit ansprechbar für die Bürgerinnen und Bürger. Unsere Polizistinnen und Polizisten stehen eng an der Seite der Bevölkerung", sagte Lewentz. Konkrete Hinweise auf Gefährdungslagen lägen aber nicht vor, so der Minister.

Der Städte- und Gemeindebund hat indes höhere Schutzmaßnahmen wie versenkbare Sperren gefordert. Dazu sagte Lewentz im SWR, Angriffe mit Autos auf Menschen in Fußgängerzonen seien schwierig zu verhindern, weil nahezu jeder ein Auto habe.

Bereits zuvor verstärkte Polizeipräsenz

Bereits in den vergangenen Wochen sei die Polizei verstärkt in den Ober- und Mittelzentren unterwegs gewesen, um insbesondere die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Dies werde auch weiterhin der Fall sein, jedoch genieße der Schutz der Innenstädte oberste Priorität, sagte Lewentz. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Menschen nach solch einer Tat ihren ohnehin schon durch die Corona-Pandemie bestimmten Alltag weiter einschränken", sagte Lewentz.

Auch Zivilstreifen sind unterwegs

Neben uniformierten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten würden auch zivile Einsatzkräfte in den Innenstädten eingesetzt, um frühzeitig mögliche Gefahrensituationen oder geplante Straftaten zu erkennen. Der verstärkte Einsatz der Polizeipräsidien werde noch einmal mit mehr als 100 zusätzlichen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Bereitschaftspolizei unterstützt.

In Rheinland-Pfalz seien bereits nach den Terror-Anschlägen in Nizza und Paris alle Streifenwagen mit einer Ausrüstung für lebensbedrohliche Einsatzlagen inklusive entsprechender Bewaffnung ausgestattet worden, erklärte der Minister.

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