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Statt symbolischer Gesten für Pflegekräfte in der Corona-Krise sollten die Kirchen die Arbeit ihrer Beschäftigten im Gesundheitswesen mit gerechten Löhnen honorieren.

Mit dieser Forderung haben sich die Unterzeichner eines Offenen Briefs an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz gewandt. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Mainzer Herzmediziner Thomas Münzel, der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und der Kabarettist Matthias Deutschmann.

"Mit guten Beispielen vorangehen"

"Klatschen auf dem Balkon, Kerzen im Fenster und Glockenläuten reichen nicht aus, um die Arbeit der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu honorieren", heißt es in dem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, und den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm. "Wenn Kirche glaubwürdig bleiben will, sollte sie mit guten Beispielen vorangehen."

Unzumutbare Arbeitsbedingungen

In vielen Gesprächen zur Corona-Krise gehe es immer wieder um die prekäre Situation der Beschäftigten im Gesundheitswesen, sagte Initiator Uli Röhm aus Jugenheim in Rheinhessen. Ein Grund für Personalnot und fehlenden Nachwuchs seien die unzumutbaren Arbeitsbedingungen und die im Vergleich zu anderen Branchen viel zu geringe Bezahlung.

Caritas und Diakonie gefordert

"Wenn es zu Veränderungen kommen soll, ist es wichtig, dass die beiden großen Kirchen jetzt öffentlich versprechen, sich nach Ende der Corona-Krise in den entsprechenden Gremien von Diakonie und Caritas für Tarifverträge einzusetzen, um zu einem gerechten Lohn zu kommen", so Röhm. Dies sei nicht mit einer einmaligen Zahlung einer Prämie oder der Einführung eines Steuerfreibetrages zu erreichen. Wenn Diakonie und Caritas mit gutem Beispiel vorangingen, seien die anderen Träger gezwungen, dem zu folgen, erklärt der Jugenheimer.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

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