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Wegen der steigenden Corona-Infektionen gibt es seit Mittwoch auch im Landkreis Alzey-Worms eine nächtliche Ausgangssperre. In der Stadt Worms gilt eine solche bereits.

Die Ausgangssperre im Kreis Alzey-Worms gilt von 21:30 Uhr bis 5 Uhr früh. Ursprünglich hatte der Kreis auf eine Ausgangssperre verzichten wollen. Laut Kreisverwaltung hatte die rheinland-pfälzische Landesregierung aufgrund der stark steigenden Corona-Infektionszahlen aber darauf bestanden. Landrat Heiko Sippel (SPD) hat eine entsprechende Verfügung erlassen.

Demnach dürfen die Menschen ihre Wohnung im Zeitraum zwischen 21.30 Uhr und 5 Uhr nicht ohne triftigen Grund verlassen. Auch Menschen, die nicht im Kreis wohnen, dürfen sich in dieser Zeit dort nicht draußen aufhalten. Ausnahmen gelten für Menschen, die aus beruflichen Gründen die Wohnung verlassen müssen, medizinische oder tiermedizinische Notfälle, Besuche von Ehe- oder Lebenspartnern. Menschen, die Pflege- oder Hilfsbedürftige unterstützen, Menschen, die Sterbende oder Schwerstkranke begleiten und Hundebesitzer, die ihren Hund ausführen, dürfen ebenfalls raus.

Ostergottesdienste dürfen besucht werden

Wie die Kreisverwaltung mitteilte, sind Ostergottesdienste von der Ausgangssperre ausgenommen und dürfen besucht werden. Auch wer nach 21:30 Uhr einen Corona-Impftermin hat, darf diesen wahrnehmen. Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis Alzey-Worms liegt aktuell bei über 150 (Stand: 1.4.). Seit Samstag gilt eine neue Allgemeinverfügung mit verschärften Corona-Regeln.

Inzidenz in Worms über 200

In Worms liegt die Inzidenz mittlerweile bei über 200 (Stand 1.4.). Seit Donnerstag gelten deshalb noch einmal verschärfte Corona-Regeln. Eine entsprechende Verordnung hatte die Landesregierung am Mittwoch umgesetzt. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass Einzelhändler, Buchläden, Baumärkte oder auch Blumengeschäfte nur noch für Kunden mit Termin öffnen dürfen.

Für den Friseurbesuch braucht man einen negativen Corona-Test. Außerdem ist Sport im Freien nur alleine oder mit Menschen des eigenen Hausstandes erlaubt. Die Auflagen dürfen erst dann wieder gelockert werden, wenn die Infektionszahlen sieben Tage in Folge unter 200 liegen.

Keine Einschränkung des Bewegungsradius

Seit vergangener Woche gilt in Worms außerdem eine nächtliche Ausgangssperre von 21:30 Uhr bis 5 Uhr. Die neue Allgemeinverfügung zielt nach Angaben von Oberbürgermeister Kessel hauptsächlich darauf ab, die Kontaktmöglichkeiten weiter einzuschränken. Ziel sei es, das Infektionsgeschehen in der Stadt wieder einzudämmen. Auf die Einschränkung des Bewegungsradius habe die Stadt diesmal verzichtet. Er appelliere aber an die Bürger, auf Ausflüge ins nähere und weiter entfernte Umland vorläufig zu verzichten.

Inzidenz in Mainz übersteigt 100

Nachdem die Corona-Inzidenz in Mainz an mehreren Tagen über 100 lag, hat die Stadt seit Donnerstag ebenfalls eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Auch die Außengastronomie muss wieder schließen. Nach Angaben der Stadt gab es keine andere Möglichkeit, den weiter steigenden Corona-Zahlen zu begegnen. Man erlebe derzeit eine hochgefährliche Dynamik, sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD). Auch in Mainz gebe es eine große Zahl von Neuinfektionen mit der britischen Corona-Mutation.

Termin-Shopping in Kreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen

Im Kreis Bad Kreuznach gelten seit vergangener Woche strengere Corona-Regeln. Kunden müssen sich zum Einkaufen anmelden und im Laden mindestens 40 Quadratmeter für sich haben. Außerdem ist Kindern und Jugendlichen kein Kontaktsport mehr erlaubt. Training in Gruppen ist nur mit Abstand und im Freien gestattet. Auch im Kreis Mainz-Bingen mussten die Läden wieder zum Termin-Shopping wechseln.

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