Am Samstag beginnt in Worms die Landesausstellung zu Martin Luther mit dem Titel: "Hier stehe ich - Gewissen und Protest von 1521 bis 2021". (Foto: SWR, Jürgen Wolff)

"Hier stehe ich - Gewissen und Protest von 1521 bis 2021"

Landesausstellung zu Martin Luther in Worms eröffnet

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Was haben Martin Luther, Sophie Scholl und Martin Luther King gemeinsam? Sie alle haben für ihre Ideale gekämpft - und sie alle sind Thema der Wormser Landesausstellung. Ab Samstag kann sie besucht werden.

Das städtische Museum Andreasstift war lange geschlossen. Erst wegen Sanierungsarbeiten, dann wegen der Corona-Pandemie. Jetzt hat es wieder geöffnet, und den Besuchern wird gleich etwas Besonderes geboten. Der Titel der neuen Landesausstellung lautet "Hier stehe ich - Gewissen und Protest von 1521 bis 2021".

2021 jährt sich zum 500. Mal die Erinnerung an den Wormser Reichstag 1521, auf dem Luther sich geweigert hatte, seine Thesen zu widerrufen. Die Ausstellung nimmt das Jubiläum zum Anlass, die Entwicklungsgeschichte der "Gewissensfreiheit und des Protests" anhand zahlreicher Beispiele bis in die Gegenwart aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Martin Luther steht im Mittelpunkt der Ausstellung

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zunächst der Auftritt Martin Luthers in Worms sowie dessen Bedeutung und Mythos. Luthers Wirken und auch seine Wirkung auf die Nachwelt seien nachhaltig, sagt etwa die Wissenschaftlerin Katharina Kunter, die das Konzept für die Luther-Ausstellung erstellt hat. "Durch Abkopplung von Recht und Staat von der Kirche und durch politische Emanzipationsbewegungen entstand die moderne Religion - und Gewissensfreiheit.", so Kunter.

Auch andere Persönlichkeiten Teil der Ausstellung

Mit Bildern, Videos und Artefakten werden neben Martin Luther auch 13 weitere Persönlichkeiten thematisiert, die ebenfalls protestiert haben. Darunter sind Nelson Mandela, Sophie Scholl oder Martin Luther King.

Zusätzlich zur Luther-Ausstellung, die aus 14 sogenannten Themeninseln besteht, sind ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Konzerten und Theateraufführungen geplant. Sie sollen an den historischen Auftritt Luthers im April 1521 im Wormser Bischofshof erinnern.

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SWR