Viele Narren stehen eng zusammen - mitten drin ein Mainzer Schwellkopp (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Andreas Arnold/dpa | Andreas Arnold)

Planungen vorgestellt

"2G-Regel" für große Teile der Mainzer Fastnacht

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Die Corona-Pandemie beeinflusst ein weiteres Mal die Planungen für die Mainzer Fastnacht in der neuen Kampage. Sitzungen? Umzüge? Was kann wie stattfinden?

Darüber hat sich der Dachverband der Mainzer Fastnachtsvereine, die Mainzer Fastnachts Genossenschaft, intensive Gedanken gemacht. Jetzt hat sie ihre Planungen vorgestellt.

Am 11.11. gibt es einen umzäunten Bereich auf dem Schillerplatz

Auf dem Schillerplatz soll am 11.11. dieses Jahres wieder die Fastnacht eingeläutet werden. Traditionell wird pünktlich um 11.11 Uhr das närrische Grundgesetz vom Balkon des Osteiner Hofs verlesen und tausende Narren feiern das auf dem Schillerplatz. In diesem Jahr ist geplant, den Schillerplatz zu umzäunen.

"Es werden wahrscheinlich bis zu 4.500 Menschen auf den Schillerplatz kommen können. Und es wird kein Alkoholverbot geben."

Eingelassen werden Fastnachter dann nach der 2G-Regel, das heißt entweder geimpft oder genesen, so der Präsident des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), Reinhard Urban. Ein negatives Testergebnis würde zum Mitfeiern also nicht genügen.

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Sicherheit ist den Narren wichtig

Die 2G-Regel ist auch die Empfehlung der Mainzer Fastnachts Genossenschaft an ihre 27 Mitgliedsgarden und Vereine, wenn es um die Planungen für die Saalfastnacht in der kommenden Kampagne geht. In einer Umfrage hatte die Fastnachts Genossenschaft die Freunde der Mainzer Fastnacht um Antworten rund um das Thema Fastnacht und Corona gebeten. Eines der Ergebnisse: Die Befragten erwarten mehrheitlich Sicherheit im Saal. Für den Vorstandssprecher Markus Perabo der Mainzer Fastnachts Genossenschaft ist deshalb klar: "Nur mit 2G können wir größtmögliche Akzeptanz erzeugen und für das Sicherheitsgefühl sorgen, das es braucht, um unbeschwert Fastnacht zu feiern."

Straßenfastnacht könnte schwierig werden

Auch der Präsident des größten Mainzer Fastnachtsvereins, des MCV, nimmt die Rückmeldungen der Befragten ernst: "Viele wollen offensichtlich wieder Fastnacht feiern. Dem Wunsch nach 2G-Standards im Saal kann durchaus entsprochen werden." Größere Schwierigkeiten sieht Urban allerdings bei der Straßenfastnacht. Ob und wie der Schutz der Zuschauer vor einer Ansteckung gewährleistet werden könne, sei derzeit noch völlig offen.

Viele verkleidete Menschen am Straßenrand, es fahren Motivwagen auf der Straßen. Viel Konfetti (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Andreas Arnold)
Der Mainzer Rosenmontagszug picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Dabei gehe es unter anderem darum, inwieweit auch 3-G-Bedingungen sinnvoll sein können und wie die Überprüfungsmöglichkeiten aussehen könnten, so Urban weiter. Das müsse mit den zuständigen Ämtern der Stadt abgestimmt werden. Und auch die Politik sei hier letzlich mit im Boot.

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