Der Stern einer Synagoge der Jüdischen Gemeinde.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz Dreyer unterzeichnet Welterbe-Antrag aus Rheinland-Pfalz

Speyer, Worms und Mainz bemühen sich seit Jahren darum, dass ihre Stätten jüdischer Kultur UNESCO-Welterbe werden. Jetzt wurde der Aufnahmeantrag auch offiziell unterzeichnet.

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In der Neuen Synagoge Mainz stellte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Arbeitsgruppe den Welterbe-Antrag vor. Er soll am 23. Januar formal bei der Weltkulturorganisation in Paris eingereicht werden und rückt den historisch bedeutsamen Wert der Stätten in den Mittelpunkt.

 Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) unterzeichnet den Welterbe-Antrag aus Rheinland-Pfalz  (Foto: SWR)
Ministerpräsidentin Dreyer unterzeichnet den Welterbe-Antrag

Dreyer: "Reiche jüdische Geschichte"

"Rheinland-Pfalz hat eine außergewöhnlich reiche jüdische Geschichte. Mit unserem Antrag wollen wir die umfassende Bedeutung unseres jüdischen Erbes herausstellen und damit das Bewusstsein für die deutsch-jüdische Geschichte wachhalten", sagte Dreyer.

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In Speyer soll die um 1120 gebaute Mikwe, ein Ritualbad, den Welterbe-Status erhalten. In Worms sind es neben einer etwas kleineren Mikwe und der Synagoge der Friedhof "Heiliger Sand". In Mainz gehört der ebenfalls mittelalterliche Friedhof "Judensand" zu den Stätten, die ins Welterbe aufgenommen werden sollen.

Erstellt wurde das mehr als 1.000 Seiten umfassende Nominierungsdossier unter Federführung des Landes Rheinland-Pfalz. Das Kultusministerium in Mainz hatte die Bewerbung bereits 2012 auf die nationale Vorschlagsliste eingereicht. Seit 2016 haben die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, das Kulturministerium, Wissenschaftler, der SchUM-Verein, die Städte Speyer, Worms und Mainz sowie die jüdischen Gemeinde Mainz/Worms den Antrag erarbeitet.

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"Wir konnten zahlreiche, wegweisende Erkenntnisse über die jüdischen Bauten und die herausragenden kulturellen Leistungen der Gemeinden im Hoch- und Spätmittelalter gewinnen. Allein dies ist schon ein großer Gewinn“, sagte Kulturminister Konrad Wolf (SPD).

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