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Nach einer Verkaufsaktion eines mutmaßlich rechten Standbetreibers auf dem Wormser Weihnachtsmarkt will die Stadt die Regeln für Betreiber verschärfen. Sie reagiert damit auf Fotos des Standes.

Ein Standbetreiber aus der rechten Szene hatte an seinem Stand Werbung für eine Veranstaltung gemacht, die von der NPD und der Partei "Die Rechte" organisiert wird. Herausgekommen ist das Ganze dadurch, dass der Standbetreiber Fotos von den Flugblättern und seinem Stand im Internetportal Facebook veröffentlicht hat.

Die Flugblätter verweisen auf eine Veranstaltung mit dem Titel "Tag der deutschen Zukunft". In diesem Jahr hatte es nach einem Aufruf der rechtsextremen NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten in Chemnitz unter dem Motto "Tag der deutschen Zukunft" einen Neonazi-Aufmarsch gegeben. Für 2020 ist unter dem Titel eine Veranstaltung in Worms geplant.

Privatmann hatte sich um Stand in Worms beworben

Gemietet hatte den Stand nach Angaben der Stadt ein Privatmann. Er wollte laut der Bewerbung Produkte wie Weihnachtsschmuck, Schlüsselanhänger aus Holz für Kinder und "selbstgemachte Plätzchen aus Biozutaten" anbieten. Seitens der Stadt sei an dem von dem Mann beschriebenen Warenangebot "nichts zu beanstanden" gewesen, teilte die Verwaltung mit.

Wie die Stadt weiter erklärte, müssen die angebotenen Waren "Mehrwert für den Weihnachtsmarkt darstellen und zur weihnachtlichen Tradition passen". Die Produkte hätten diesen Kriterien entsprochen, der Mann habe im November vergangenen Jahres den Zuschlag erhalten.

"Nicht vor politischer Unterwanderung sicher"

Man bedauere nun, dass eine Verschärfung der Bewerbungs- und Vertragsunterlagen überhaupt nötig sei, "weil offensichtlich noch nicht einmal Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte vor politischen Unterwanderungen sicher sind".

Seinen Stand hatte der Betreiber nur einen Tag in der vergangenen Woche geöffnet. Da es sich um einen "Wechselstand" handelt, nutzen ihn verschiedene Betreiber.

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