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Der vermisste 13-jährige autistische Junge aus Meisenheim, der am Montagnachmittag tot im Glan bei Odernheim (Kreis Bad Kreuznach) entdeckt wurde, ist ertrunken. Das hat die Obduktion ergeben.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach bestätigte außerdem, dass der 13-Jährige inzwischen auch eindeutig identifiziert wurde.

Die Ermittler hatten bereits kurz nach dem Fund der Wasserleiche keine Zweifel daran, dass es sich bei dem Toten um den vermissten Jungen aus Meisenheim handelt. Die Beschreibung passte, genauso wie die Kleidung, so die Bad Kreuznacher Staatsanwaltschaft.

Leichenfund bei Aufräumarbeiten nach Hochwasser

Nach ersten Informationen wurde die Leiche bei Aufräumarbeiten am Ufer des Glans an der Niedermühle in Odernheim gefunden. Dabei handelt es sich um eine Einrichtung zur Suchtprävention für Jugendliche. Ein Mitarbeiter der Einrichtung habe die Leiche gefunden, die sich in einem Baumstumpf verfangen hatte.

Jonathan seit Februar vermisst

Der Fundort der Wasserleiche ist etwa zehn Kilometer von Meisenheim entfernt, wo am 1. Februar der 13-jährige Junge aus dem Bodelschwingh-Zentrum verschwunden war. Der Junge war laut Polizei Autist und auf dem Entwicklungsstand eines Zweijährigen. Ihm wurde eine Affinität zu Wasser nachgesagt, allerdings konnte er nicht schwimmen.

Neben der Polizei halfen auch Anwohner bei der Suche - SWR-Reporterin Sibylle Jakobi berichtete.

Suchaktion ohne Erfolg

Polizei, Feuerwehr und DLRG hatten immer wieder nach dem vermissten Jungen gesucht. Unter anderem waren Spürhunde und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt. Auch Polizei-Drohnen hatten das Gebiet überflogen. Außerdem habe sich die Bevölkerung sehr engagiert, so die Polizei damals. Nach einigen Tagen war die intensive Suche allerdings eingestellt worden. Die Polizei ging schon damals davon aus, dass der Junge bereits am Tag seines Verschwindens direkt von seiner Wohngruppe aus zum Glan gelaufen und dort ertrunken ist.

Trauer in Meisenheim

Das Entsetzen und die Trauer in Meisenheim sind groß, ebenso bei der Kreuznacher Diakonie, die das Bodelschwingh-Zentrum betreibt. Nach Angaben einer Sprecherin werden die Eltern des Jungen, die Kinder sowie die Mitarbeiter seiner Wohngruppe psychologisch und seelsorgerisch betreut.

Meisenheim

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