Zigarette entzündet trockenen Waldboden (Foto: picture-alliance / dpa)

Extreme Trockenheit in Rheinhessen Auswirkungen der Hitze sind überall zu spüren

Extrem hohe Waldbrandgefahr, abgesagtes Feuerwerk und immer mehr dehydrierte Menschen in den Krankenhäusern. Die Hitze macht Mensch und Natur zu schaffen, vielerorts herrscht Alarmbereitschaft.

Im Lennebergwald bei Budenheim herrscht derzeit Waldbrandgefahren-Stufe 5. Und das bleibt auch so, so lange es nicht ausgiebig und dauerhaft regnet.

Der zuständige Förster Stefan Dorschel ist in Alarmbereitschaft und bereitet sich auf den Ernstfall vor. Dem SWR sagte er, er habe mit der Freiwilligen Feuerwehr darüber geredet, welche Bereiche im Wald besonders gefährdet seien.

Es ging aber auch darum, ob alle Wege mit Feuerwehrautos befahrbar und die Einsatzfahrzeuge mit den Schlüsseln für die Schranken ausgestattet seien.

Zusätzliche Warnschilder

Förster Dorschel hat zudem weitere Schilder aufgestellt, um Waldbesucher auf die Waldbrandgefahr aufmerksam zu machen. Vor allem das Rauchen sei streng verboten im Lennebergwald. Dieser ist nach Angaben von Dorschel besonders gefährdet, weil der Sandboden kein Wasser speichert und weil es so viele Kiefern gibt, die sehr leicht Feuer fangen.

Das Grillen an der Hütte im Lennebergwald sei weiterhin erlaubt, so Dorschel. Die Stadt Wiesbaden dagegen, hat vier öffentliche Grillplätze wegen Waldbrandgefahr geschlossen.

Mainzer Grünamt bittet um Wässern der Stadtbäume

Die Stadt Mainz ruft die Bevölkerung dazu auf, die Bäume im Stadtgebiet zu wässern. "Die Trockenheit mache vor allem den jungen Stadtbäumen zu schaffen", heißt es aus dem Grün-und Umweltamt. Ein Eimer Wasser jeden Tag können dem Baumnachwuchs sehr helfen.

Feuerwerk abgesagt

Das Abschlussfeuerwerk des Ingelheimer Hafenfestes war am Sonntagabend geplant. Dem Veranstalter ist das Risiko zu groß, dass beim Abbrennen der Raketen irgendetwas Feuer fängt. Daher wurde das Feuerwerk abgesagt.

Das Feuerwerk auf dem Rhein der Mainzer Sommerlicher kann laut des Citymarketings stattfinden, da die verbrannten Teile der abgeschossenen Raketen wieder ins Wasser fallen. Man stehe in engem Kontakt mit dem Feuerwerker, heißt es auf SWR-Anfrage.

Dehydrierte Senioren

Sprecher der Universätsmedizin und des Katholischen Klinikums in Mainz teilen mit, in den Krankenhäusern sei die Hitze ebenfalls zu spüren. Im Katholischen Klinikum gebe es zum Beispiel in vielen Zimmern keine Klimaanlage. Die Patienten würden deshalb mit feuchten Tüchern und viel Wasser versorgt.

In die Ambulanzen der Mainzer Krankenhäuser kämen auch verstärkt Menschen, denen die Hitze Probleme bereite. Besonders alte Menschen seien betroffen, da sie häufig zu wenig trinken würden und Kreislaufprobleme hätten. Manche seien sogar orientierungslos, so die Sprecher.

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