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Das Mainzer Bahnunternehmen Vlexx hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Zugausfällen Schlagzeilen gemacht. Jetzt ist die Firma vom saarländischen Verkehrsministerium abgemahnt worden.

Staatssekretär Jürgen Barke (SPD) erklärte nach einem Gespräch mit der einbestellten Vlexx-Geschäftsführung, Zugausfälle schadeten dem Ansehen des Öffentlichen Nahverkehrs im Saarland. "Wir haben als Land alles dafür getan, dass die Züge fahren, zum Beispiel eigene Züge bereitgestellt. Dennoch kommt es weiter zu Ausfällen."

vlexx muss künftig Leistungsfähigkeit nachweisen

Nach Angaben von Barke muss Vlexx ab sofort in Quartalsberichten durch einen Wirtschaftsprüfer seine personelle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Die Vlexx-Geschäftsführung war am Dienstagabend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Barke erläuterte: "Eine übereilte Kündigung würde höchstwahrscheinlich einen Rechtsstreit nach sich ziehen. Ein Rechtsstreit lässt aber keine Züge fahren. Deshalb pochen wir darauf, dass die Vlexx ihre vertraglich vereinbarten Leistungen erfüllt." Das Unternehmen müsse zudem die Informationen für seine Fahrgäste deutlich verbessern. Es könne nicht sein, dass die Kunden nicht wüssten, wo und wann zum Beispiel ein Ersatzbus fahre.

Mehr als zehn Millionen Fahrgäste pro Jahr

Vlexx zählt jährlich mehr als zehn Millionen Fahrgäste in den Regionen Rheinhessen, Nahe, Westpfalz, dem Saarland und in der Metropolregion Rhein-Main. Als einen Grund für Zugausfälle hatte das Mainzer Bahnunternehmen vor einiger Zeit eine angespannte Personallage angegeben.

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