Der Vandalismus in Bingen nimmt zu - hier Schmierereien. (Foto: SWR)

100.000 Euro Schaden allein in Bingen

Vandalismus in Rheinhessen und an der Nahe nimmt zu

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Viele Kommunen in der Region klagen über zunehmenden Vandalismus. Allein in Bingen kostete die Beseitigung der Schäden im vergangenen Jahr 100.000 Euro.

Das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in Bingen wird immer wieder von Vandalen heimgesucht. So werden beipielsweise große Mengen von Blumen einfach gestohlen. Der Stadt ist dadurch allein im vergangenen Jahr ein Schaden in Höhe von etwa 100.000 Euro entstanden. Die Mitarbeiter haben viel Mühe, die Pflanzen zu ersetzen.

Vandalismus auf dem Landegartenschau-Gelände in Bingen. Eine demolierte Gabionenwand und eine eingeworfene Scheibe (Foto: Stadt Bingen)
Vandalismusschäden auf dem Landesgartenschau-Gelände in Bingen. Stadt Bingen

Hoher Personalaufwand wegen Vandalen

Den größten Kostenfaktor stellen dabei allerdings nicht die Blumen dar, sondern das Personal, so ein Sprecher der Stadtverwaltung. Also Mitarbeiter, die die Blumen wieder einpflanzen und die regelmäßige Kontrollgänge auf dem Landesgartenschau-Gelände machen. Die Wahrscheinlichkeit, einen der Täter auf frischer Tat zu erwischen, ist äußerst gering, so der Sprecher weiter.

Vandalismus auch in der Naheregion

Steffen Montigny vom Weingut In den Zehn Morgen in Bretzenheim an der Nahe ist fassungslos. Er ist der Besitzer des Teetempels auf dem Bad Kreuznacher Kautzenberg. Ein kleines, historisches Häuschen, das eigentlich richtig toll aussieht, so Montigny. Wären da nicht die Vandalen, die regelmäßig darüber herfallen. Das Gebäude ist mit Farbe beschmiert, irgendjemand hat dort Putz abgeschlagen, das Sicherungsgeländer außerhalb des kleinen Teetempels wurde auch schon zerstört und mehrfach in die Tiefe geworfen, so der Winzer aus Bretzenheim.

Auch öffentliche Gebäude in Bad Kreuznach betroffen

Eine Sprecherin der Stadt Bad Kreuznach sagte, dass im öffentlichen Raum der Vandalismus zugenommen habe. Dabei handele es sich vor allem um Graffittis bzw. Schmierereien an Wänden. Es würden jährlich bis zu 100 Schmierereien entfernt. Hauptsächlich seien dies Fußball-Motive oder solche mit rechtsextremen Inhalten. Die Kosten für die Beseitigung von unerwünschten Graffittis beliefen sich auf zirka 150 Euro pro Stunde, so die Sprecherin weiter. Darin enthalten seien Fahrzeug- und Gerätekoste, Reinigungsmittel und Personalkosten.

Worms: 100.000 Euro Schaden

Auch die Stadt Worms beklagt hohe Schäden durch Vandalismus. Ein Sprecher sagte dem SWR, im Jahr 2021 hätte die Beseitigung etwa 100.000 Euro gekostet. Unbekannte hätten unter anderem Schäden an städtischen Gebäuden, Straßen-Laternen und Papierkörben angerichtet.

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