Am Landgericht Mainz muss sich ein Porsche-Betrüger verantworten. (Foto: SWR, D. Diener)

Landgericht spricht Urteil

Haftstrafe für Mainzer Porsche-Betrüger

STAND

Der Angeklagte hatte bei einer Probefahrt einen Porsche Carrera gestohlen, um ihn zu verkaufen. Jetzt muss er dafür viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht Mainz sprach den 54-jährigen Mann des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig. Mit dem Urteil blieben die Richter unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für fünfeinhalb Jahre Gefängnis plädiert hatte. Das Urteil ist rechtskräftig.

Pass und Führerschein gefälscht

Um an den Sportwagen zu kommen, nutzte der Mann laut Gericht einen falschen Führerschein und einen falschen Pass. In einem Mainzer Autohaus konnte der Angeklagte auf diese Weise den Porsche für eine Probefahrt leihen, von der er nicht zurückkehrte.

Porsche für 95.000 Euro zum Verkauf angeboten

Stattdessen bot er den Wagen für 95.000 Euro zum Verkauf an. Auch die Zulassung und die Kennzeichen soll der Angeklagte gefälscht haben. Allerdings war ihm die Polizei bereits auf der Spur. Sie hatte ihn über die Telefonnummer, die er im Mainzer Autohaus hinterlassen hatte, ausfindig gemacht. Bevor es zum Verkauf des Porsches in einer niedersächsischen Kleinstadt kam, wurde der Mann festgenommen.

Der Angeklagte ist bereits mehrfach, auch einschlägig, vorbestraft, was sich nach Aussage des Richters strafverschärfend auswirkte. Zudem stand der Mann zum Tatzeitpunkt unter Bewährung. Strafmildernd habe das Gericht unter anderem sein Geständnis und seinen Drogenkonsum bewertet.

Mainz

Prozess an Mainzer Landgericht Angeklagter gibt Porsche-Diebstahl zu

Er soll bei einer Probefahrt einen Porsche gestohlen haben und kam nicht zurück. Deshalb steht ein Mann jetzt vor dem Mainzer Landgericht.  mehr...

Mainz

Scheinfirmen und falsche Rechnungen Ermittlungen gegen Mainzer Handwerksbetriebe wegen Millionen-Betrugs

Wegen Betrugs ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen die Inhaber zweier Handwerksbetriebe aus Mainz. Nach Angaben eines Sprechers stehen sie im Verdacht, Geld veruntreut und Mitarbeiter nicht bezahlt zu haben  mehr...

STAND
AUTOR/IN