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Die Tourismus-Betriebe in Rheinhessen leiden sehr unter dem Corona-Lockdown. Sobald sie wieder öffnen dürfen, wollen sie mit ihren Ausflugs-Highlights jede Menge Besucher anlocken.

Rhein-Selz - Wahlkreis-Check zur Landtagswahl 2021 in Rheinland-Pfalz (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Andreas Arnold)
Blick auf den Flonheimer Trullo - ein außergewöhnliches rheinhessisches Bauwerk. picture alliance/dpa | Andreas Arnold Bild in Detailansicht öffnen
Der Mäuseturm bei Bingen steht auf einer Insel im Rhein. Bild in Detailansicht öffnen
Am Rhein bei Ingelheim gibt es malerische Buchten. Daniel Brusch Bild in Detailansicht öffnen
Der Blick vom Roten Hang auf den Rhein bei Nierstein. C. Lutz Bild in Detailansicht öffnen
Im Botanischen Garten in Mainz blühen (fast) das ganze Jahr über wunderschöne Blumen. N. Brehm Bild in Detailansicht öffnen
Ein Hauch von Karibik mitten in Rheinhessen gibt es am Altrheinsee bei Eich. Rheinhessen Touristik Bild in Detailansicht öffnen
Der Wormser Dom liegt auf dem höchsten Punkt der Wormser Innenstadt. Stadtverwaltung Worms Bild in Detailansicht öffnen

Die vergangenen Monate seien sehr hart für alle Tourismusbetriebe in Rheinhessen gewesen, so der Vorsitzende der Rheinhessen Touristik, Erwin Malkmus. 2020 hätten knapp 42 Prozent weniger Gäste in der Region übernachtet als im Jahr davor.

"Wollen auch was vom Tourismus-Kuchen"

Erwin Malkmus, Vorsitzender der Rheinhessen Tourisitik

Deshalb will die Rheinhessen Touristik jetzt mit neuen Strategien dafür sorgen, dass wieder mehr Touristen in die Region kommen. Schon vergangenen Sommer sei deutlich geworden, dass viele Menschen in Corona-Zeiten Urlaub in Deutschland gemacht hätten, so Malkmus. Da das auch in diesem Sommer zu erwarten sei, müsse die Region Rheinhessen jetzt auf sich aufmerksam machen.

Viele Touristen würden mit Urlaub in Deutschland immer noch Ost- und Nordsee oder das Allgäu verbinden. Es sei an der Zeit, dass Rheinhessen endlich auch mehr vom "Tourismus-Kuchen" abbekomme.

Deshalb konzentrieren sich die Marketing-Aktivitäten laut Malkmus auch besonders auf die einwohnerstarken Nachbar-Bundesländer. Vor allem aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sollen mehr Touristen nach Rheinhessen gelockt werden.

Werben für Wanderwege mit Flyern im ICE

Deshalb werden jetzt zum Beispiel Flyer in überregionalen Zügen ausgelegt, die für die rheinhessischen Wanderwege und Fahrradrouten werben.

Eine Gruppe von Wanderern erkundet die Hiwweltour mit Heideblick. (Foto: Rheinhessen Touristik)
Eine Gruppe von Wanderern erkundet die Hiwweltour mit Heideblick. Rheinhessen Touristik

Außerdem schaltet die Rheinhessen Touristik laut Malkmus Werbeanzeigen in Zeitungen in den jeweiligen Bundesländern, unter anderem im Kölner Raum. Vom Land Rheinland-Pfalz gab es für diese Aktionen bereits 60.000 Euro Unterstützung.

Radwege in Rheinhessen weiter ausbauen

Natürlich muss sich Rheinhessen nach Angaben von Malkmus auf seine Stärken konzentrieren. Die lägen im Bereich Wein, Kultur und der wunderschönen Landschaft. Das alleine reiche aber nicht und deshalb müssten auch neue Felder beackert werden. Vor allem im Rad-Tourismus sieht Malkmus eine Chance.

Radfahrer sind am Roten Hang bei Nierstein unterwegs. (Foto: Rheinhessen Touristik)
Radfahrer sind am Roten Hang bei Nierstein unterwegs. Rheinhessen Touristik

Die Strecken müssten weiter ausgebaut werden und eine Verknüpfung zum Beispiel mit dem Bahnverkehr gelingen. Wenn Rad-Touristen mit dem Zug ankommen, sollten die Fahrradtouren idealerweise direkt am Bahnhof beginnen.

Generell sei es für die Tourismus-Anbieter in Rheinhessen aber wichtig, sich noch besser zu vernetzen und auch die Digitalisierung voranzutreiben, um mehr Übernachtungsgäste in die Region zu locken.

Perspektive in Corona-Zeiten gefordert

All diese Maßnahmen und Strategien haben laut Malkmus in Corona-Zeiten aber einen Haken: keiner weiß genau, wie es weitergeht. Von der Politik fordert Malkmus deshalb eine Perspektive für die kommenden Wochen.

Für Betriebe müsse klar sein, ob und wann zum Beispiel wenigstens die Außengastronomie wieder öffnen dürfe. Denn sonst gebe es irgendwann keine touristischen Betriebe mehr in Rheinhessen, für die man werben könne.

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