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Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben möglicherweise einen neuen Therapieansatz für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) entdeckt. Dazu haben sie bestimmte Antibiotika erforscht.

Bei MS richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper und beginnt damit, die Umhüllungen von Nervenbahnen zu zerstören. Nach Angaben der Mainzer Unimedizin ist von bestimmten Antibiotika bekannt, dass sie gewisse Bestandteile des Immunsystems hemmen können. Die Forscher hätten sich diese Antibiotika genau angeschaut und an Mäusen, die an einer mit MS vergleichbaren Krankheit litten, getestet. Die Symptome der Mäuse hätten sich daraufhin deutlich verbessert. Die Ergebnisse der Studie haben die Mainzer Wissenschaftler in der Zeitschrift "Immunity" veröffentlicht.

Nach Angaben einer Sprecherin der Unimedizin bedeutet das jedoch nicht, dass nun Antiobiotika gegen MS eingesetzt werden können. Auf Basis dieser neuen Erkenntnisse könnten aber möglicherweise neue Medikamente für Autoimmunerkrankungen entwickelt werden.

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