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Bei einer länderübergreifenden Übung trainieren Spezialeinheiten der Wasserschutzpolizeien von Rheinland-Pfalz und Hessen zwei Tage lang auf dem Rhein bei Mainz verschiedene Einsatzlagen.

Im Einsatz waren am Donnerstag sechs kleine Sport- und Schlauchboote mit jeweils drei Polizisten sowie ein Führungsboot. Auf Höhe der Theodor-Heuss-Brücke wurde unter anderem das gemeinsame Fahren der Boote in mehreren Formationen geprobt.

Lewentz verfolgte Übung

Wie ein Polizeisprecher dem SWR sagte, lag ein Schwerpunkt auf dem Beschützen anderer Schiffe und dem Abdrängen von potenziellen Störern. Das könnten laut Polizei zum Beispiel Boote von Umweltaktivisten sein, die versuchen, ein Banner an einem Binnenschiff anzubringen.

"Das taktische Vorgehen im Verbund muss intensiv geübt werden", sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD), der die Übung von einem Begleitboot aus verfolgte.

Ziel der Übung sei es gewesen, das strategische und praktische Vorgehen zu verbessern. Die beteiligten Polizisten gehören zu den "Maritimen Einsatzgruppen" der Wasserschutzpolizei. Sie sind auf Großveranstaltungen oder Protestaktionen an und auf dem Wasser spezialisiert.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit seit vier Jahren

Die drei Rheinanlieger Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg hatten sich vor knapp vier Jahren auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ihrer sogenannten Maritimen Einsatzgruppen geeinigt, um so besser für größere Einsatzlagen gerüstet zu sein. Die Trainings finden in regelmäßigen Abständen statt, die drei Bundesländer wechseln sich mit der Organisation ab. An der Übung in Mainz hatten die Einheiten aus Baden-Württemberg diesmal wegen der Corona-Pandemie nicht teilgenommen.

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