Der Mainzer Stadtrat Tupac Orellana auf dem Bundesparteitag der Linken in Erfurt. (Foto: SWR)

Parteitag am Wochenende

Mainzer Linken-Politiker Orellana in Bundesvorstand gewählt

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Der Mainzer Stadtrat Tupac Orellana ist beim Parteitag der Linken in Erfurt in den Bundesvorstand der Partei gewählt worden. Das teilte die Linke auf ihrer Internetseite mit.

Zuvor hatte Orellana geäußert, dass die Linke tief in einer Krise stecke und möglicherweise jetzt die letzte Chance sei, die Partei wieder relevant und schlagkräftig zu machen. Orellana arbeitet als Gewerkschaftssekretär bei Ver.di und ist Fraktionsvorsitzender der Linken im Mainzer Stadtrat.

Orellana will sich auf die Arbeitnehmer fokussieren

Eine selbstbewusste, auf die Arbeit konzentrierte Partei sei seine Vorstellung, so Orellana. Dafür komme ihm seine Arbeit als Gewerkschaftssekretär zugute, bei der er sich unter anderem für die Belange von Erzieherinnen und Erzieher einsetzt.

Gegenüber SWR Aktuell sagte Orellana, er wolle im Bundesvorstand vor allem seinen Fokus auf die Arbeitswelt legen. Es gelte, etwa bei anstehenden Werksschließungen oder Arbeitskämpfen die Werktätigen zu unterstützen, die Parteimitglieder zu qualifizieren und den Kreisverbänden vor Ort Rückendeckung zu geben. Die genaueren Arbeitsschwerpunkte würden aber auf einer Klausur des gesamten Parteivorstandes Mitte Juli festgelegt.

Dutzende weitere Kandidaten bei Wahl zu Linken-Bundesvorstand

Orellana befand sich in einem Kreis von fast 50 Kandidaten, die alle in den Bundesvorsitz der Linken gewählt werden wollten. Es sei ein steiniger Weg, den die Partei vor sich habe, schrieb der Mainzer Kandidat in seiner Bewerbung für den Posten. Sein Ziel sei es, die Linke wieder stark zu machen. Im vergangenen Herbst hatte er sich bereits um den Einzug in den Bundestag beworben.

Orellana hat zwei Söhne mit der rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerin Katrin Eder (Bündnis 90/Grüne).

Andere Kandidaten aus RLP scheitern

Die beiden anderen Kandidatinnen aus Rheinland-Pfalz, Marion Morassi (Ahrweiler) und Tanja Krauth (Birkenfeld), verfehlten wie zuvor die Linken-Landesvorsitzende Melanie Wery-Sims den Einzug in das Spitzengremium. Wery-Sims war bisher das einzige Mitglied aus Rheinland-Pfalz in dem 44-köpfigen Bundesvorstand, der nunmehr auf 26 Mitglieder verkleinert wurde.

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