STAND

Fünf Tage nach der verheerenden Explosion in Beirut hat ein Teil der deutschen THW-Helfer seinen Einsatz vor Ort beendet. Ein Sprecher sagte, die Suche nach Überlebenden in den Trümmern sei eingestellt worden.

Man habe niemanden gefunden, teilte der Sprecher des Technischen Hilfswerks (THW) weiter mit. Das sei traurig. Andererseits hätten die Angehörigen nun Gewissheit, dass kein Überlebender übersehen worden sei. 18 THW-Helfer blieben noch länger im Libanon, um Häuser auf ihre Stabilität zu prüfen.

Auch Helfer aus Rheinland-Pfalz

42 Einsatzkräfte aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sowie 16 Tonnen Material des THW aus Mainz waren am Mittwochabend vom Flughafen Frankfurt aus nach Beirut gestartet. Auch die Hilfsorganisation International Search and Rescue (ISAR) schickte neun Helfer in dem Flieger mit.

Video herunterladen (5,3 MB | MP4)

Zur THW-Hilfslieferung aus Mainz gehörten unter anderem Wasseraufbereitungsanlagen, Feldbetten, Zelte, Lebensmittel und Zubehör für die Hundestaffel. "In einem Trümmerhaufen ist es erstmal gut zu wissen, wo sind überhaupt Überlebende, wo schicken wir die Bergung hin, weil die können nicht ein Riesengebiet Stein für Stein umdrehen", sagte die ehrenamtliche Helferin Marion Sassen vor dem Abflug. "Dafür haben wir unsere Hunde. Die sind einfach viel leichter, flinker und haben eine bessere Nase als wir."

In Mainz befindet sich das Zentrum für Auslandslogistik des THW. Hier wird auch die Ausrüstung für Auslandseinsätze der Katastrophenschutzorganisation aufbewahrt.

Große Teile der Hauptstadt verwüstet

Ein Großteil der libanesischen Hauptstadt ist bei den zwei kurz hintereinander folgenden Explosionen am vergangenen Dienstag verwüstet worden. Ausgelöst wurden die Detonationen vermutlich durch nicht sachgemäß gelagertes Ammoniumnitrat, das seit Jahren ungesichert in einer Halle am Hafen deponiert worden war.

Unglück in Beirut So explosiv war Ammoniumnitrat schon im Südwesten

Ammoniumnitrat ist in vielen Düngemitteln enthalten, hochexplosiv und giftig. Nicht nur in Beirut, auch bei uns im Südwesten hat die Chemikalie dramatische Unglücksfälle verursacht.  mehr...

STAND
AUTOR/IN