Die neue Suppenküche in Sprendlingen wird gut angenommen.

Freude und Dankbarkeit

Neue Suppenküche in Sprendlingen wird gut angenommen

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AUTOR/IN
Vanessa Siemers

Rund 15 Frauen haben in Sprendlingen (Kreis Mainz-Bingen) aus eigener Kraft eine Suppenküche aufgebaut. Die Dankbarkeit, die ihnen für ihr Engagement und ihre Arbeit entgegenbracht wird, zeigt: Sie haben alles richtig gemacht.

Seit Januar bieten Jutta Bucher und ihre ehrenamtlichen Helferinnen die Suppenküche in Sprendlingen an. Bedürftige bekommen dort jeden Freitag ab 12 Uhr ein kostenloses Mittagessen. Aber: Die Suppenküche ist nicht nur für Menschen mit weniger Geld. Hier ist jeder willkommen, auch, wenn er sich einfach nur unterhalten möchte.

Auf die Idee gekommen ist Jutta Bucher durch eine Freundin, die sich im Raum Kaiserslautern bei einer ähnlichen Initiative engagiert. Außerdem ist ihr aufgefallen, dass es auch in Sprendlingen Menschen gibt, die für eine kostenlose und warme Mahlzeit sehr dankbar sind. Vor allem, seit die Tafel im Ort nur noch alle zwei Wochen offen hat, freuen sich viele der Bedürftigen über das zusätzliche Angebot der Suppenküche, so die engagierte Sprendlingerin.

"Ich freue mich einfach, wenn man die Menschen dann zusammensitzen sieht, wenn eine Frau kommt, die hinterher fragt, darf ich sie umarmen […] dann geht man mit so viel Power wieder heim, dass man das Gefühl hat, man könnte noch ganz viel mehr machen."

Die Initiatorin des Projekts, Jutta Bucher (3.v.r.), mit einem Teil ihrer ehrenamtlichen Helferinnen.
Die Initiatorin des Projekts, Jutta Bucher (3.v.r.), mit einem Teil ihrer ehrenamtlichen Helferinnen.

30 bis 40 Gäste kommen jeden Freitag zur Suppenküche

Das neue Angebot der Suppenküche, das in der Begegnungsstätte Tresor stattfindet, hat sich schnell herumgesprochen. An den letzten Freitagen waren immer zwischen 30 und 40 Besucherinnen und Besucher da, darunter auch viele ukrainische Frauen und ihre Kinder. Aber viele kommen tatsächlich auch einfach nur, weil sie mit jemandem reden möchten, so wie auch Hannelore: "Das ist gut, dass es jetzt mal so was gibt. Man kann hierher gehen, was essen, der Herd bleibt kalt und man kommt mal wieder unter Leute und kann ein bisschen erzählen", so die Rentnerin.

Auch Hilde findet es toll, dass sie jetzt einen festen Termin im Kalender hat, auf den sie sich jede Woche freuen kann. Zuerst hat sie sich nicht so richtig getraut, wie sie erzählt, weil sie dachte, das Angebot ist nur für Bedürftige. Aber als sie dann erfahren hat, dass hier jeder gerne kommen kann, wollte sie es auch mal ausprobieren. Und sie ist begeistert.

Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, bevor die Suppen an die wartenden Besucherinnen und Besucher verteilt werden.
Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, bevor die Suppen an die wartenden Besucherinnen und Besucher verteilt werden.

Lebensmittel werden von heimischen Firmen gespendet

Und auch Jutta Bucher und ihr Team freuen sich, dass die Suppenküche so gut angenommen wird. Bisher haben sie sich "nur" an Suppen getraut. Aber in Zukunft wollen sie sich auch an neue Gerichte wagen. Die Lebensmittel, die sie dafür brauchen, werden von einem Metzger und einem Supermarkt im Ort gespendet. Und manchmal bekommen sie auch noch Kleinigkeiten von der Tafel in Alzey.

Bisher haben die gespendeten Lebensmittel immer für alle Gäste gereicht. Und manchmal war laut Buchner sogar noch ein bisschen was übrig, sodass sie dem ein oder anderen noch eine kleine Portion mit nach Hause geben konnten.

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Vanessa Siemers