Ein Polizeihubschrauber vom Typ Eurocopter H 135 startet.

Anwohner störte der Lärm

Vermisstes Kind aus Ingelheim nach Hubschraubersuche gefunden

Stand
Autor/in
Lucretia Gather
Damaris Diener
Damaris

Ein Kind ist nach einer aufwendigen Suchaktion der Polizei am Mittwochnachmittag gefunden worden. Während der mehrstündigen Suche beschwerten sich Anwohner über den Lärm des Polizeihubschraubers.

Das Kind war am Donnerstag als vermisst gemeldet worden. Es war mit dem Fahrrad in Gau-Algesheim losgefahren, aber nach zweieinhalb Stunden noch nicht zurück. Unter anderem wegen der Hitze entschied sich die Polizei, die Suche schnell auszuweiten.

Zweieinhalb Stunden bei über 30 Grad ist nicht ohne. Bei Kindern und älteren Menschen gehen wir mit vielen Einsatzkräften ran, um schnellstmöglich erfolgreich zu sein.

Die Polizei entschied sich, die Beamten durch einen Polizeihubschrauber und mehrere Diensthundeführer zu unterstützen. Den entscheidenden Hinweis brachte dann aber ein aufmerksamer Zeuge. Er hatte ein allein laufendes Kind gesehen und eins und eins zusammen gezählt: Weil er den Hubschrauber schon gehört hatte, vermutete er, dass das Kind gesucht werden könnte. Der Zeuge alarmierte die Polizei. Ein Streifenwagen brachte das Kind wohlbehalten an seinen Wohnort zurück.

Anwohner in Ingelheim störten sich am Lärm des Polizeihubschraubers

Doch nicht alle Anwohner hatten Verständnis für die aufwendige Suchaktion. Nach Polizeiangaben hatten während der Suche mehr als zehn Menschen die Polizei angerufen und sich über den Lärm beschwert. Der Hubschrauber war etwa 40 Minuten im Einsatz.

Der Einsatz eines Hubschraubers ist von der Polizei wohl überlegt.

Das sei ärgerlich, sagte der Polizeisprecher. Vor allem, weil die Telefonleitungen währenddessen für wichtige Anfragen bei der Polizei belegt gewesen seien.

RLP

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